HERMANNSBURG. Dieses Wochenende findet das wohl „schlammigste Teamevent der Welt“ auf dem Reiter- und Ferienhof Severloh statt. Das Gelände wurde dafür in eine Hardcore-Hindernisstrecke verwandelt bei deren Bewältigung die Teilnehmer 24 Hürden überwinden und ihren Teamgeist unter Beweis stellen müssen.

Meterhohe Mauern, Matschgruben und Stromschläge: Der dritte norddeutsche Tough Mudder hält viele Herausforderungen für die Teilnehmer bereit. Auf einer Strecke von 19,5 Kilometern gibt es 24 Hindernisse zu bezwingen: Ob das „Drecksloch“, die „Mud Mile 2.0“ oder das „Block Ness Monster“, jedes Hindernis ist anders und zwingt die Teilnehmer an ihre Grenzen. Dabei müssen sie durch ein Becken mit vier Grad kaltem Eiswasser tauchen, sich an Seilen über Schlamm- und Wassergruben hangeln oder eine meterhohe Rampe bezwingen. Beim „Tough Mudder“ geht es nicht ums Gewinnen, es gibt keine Sieger und keine Zeitmessungen. Gefragt sind vor allem Ausdauer, Spaß und Teamgeist, einige der Hürden sind alleine kaum zu bewältigen. 95 Prozent der Teilnehmer melden sich als Gruppe zur Team-Challenge an, mit Kollegen, Freunden oder als Junggesellenabschied. Dieses Jahr neu ist, mit einer verkürzten Strecke von acht Kilometern, die „Tough Mudder Half“.

Einige der Abenteuerlustigen sind schon zum 30. Mal auf einem der Tough Mudder Events, viele sind aber zum ersten Mal dabei. Auch Anton Wolter aus Hamburg ist als sogenannte „Jungfrau“ gestartet und ist froh, es ins Ziel geschafft zu haben: „Ich bin jetzt total erschöpft und auch irgendwie erleichtert, dass es vorbei ist. Die gute Laune überwiegt aber, es hat total Spaß gemacht.“ Nach der Bewältigung der letzten Station, der „Electroshock-Therapy“ wird jeder Teilnehmer im Ziel mit dem Tough Mudder Stirnband „gekrönt“ und erhält neben seinem Teilnahme-Shirt auch ein Finisher-Bier.

Trotz Schrammen, Zerrungen und blauen Flecken steigt die Begeisterung für das Extrem-Abenteuer. Seit der Gründung 2010 wächst die Teilnehmerzahl um jedes Jahr, über 2,5 Millionen Menschen haben insgesamt schon mitgemacht. Für Bo Ismono ist es das vierte Mal und er wird auch nächstes Jahr wieder dort sein: „Die Hindernisse sind halt geil, es ist nicht so langweilig wie ein Halbmarathon und jedes Jahr neu und abwechslungsreich. Das kann man immer wieder machen.“

Text/Fotos: Mareike Offermann

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