Trinkwasser und Umweltschutz

Gesellschaft Von Redaktion | am Mi., 12.12.2018 - 21:12

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Thema Trinkwasser und Umweltschutz. Gerade wieder aktuell bzgl. Wasserleitungsspülungen im Bereich Osterloh

Im Rahmen einer Fotoexkursion bin ich am 03.11.2018 auch beim Klosterhof Salinenmoor gewesen. Außerhalb der JVA befinden sich diverse nicht mehr oder nur z.T. landwirtschaftlich genutzte Gebäude. Das Ganze macht einen ziemlich verwahrlosten Eindruck. Bei zwei leeren Futtersilos befinden sich vorgelagert auf der „grünen Wiese“ auf einer vermoderten Euro-Palette zwei große Ölfässer (a´216l). Ich habe den Inhalt mittels rumliegender Holzleisten ermitteln können als Altöl. Ich gehe von einer Gesamtmenge von 150 l aus. Ein Tropfen reicht für die Verschmutzung von 600 l Trinkwasser (und mehr). Am 07.11.2018 bin ich beim Landkreis vorstellig geworden. Mir wurde dort versichert, dass man sich direkt darum kümmern wurde und ich bekam auch am Folgetag direkt eine Mail, dass man nicht zuständig sei, es aber an die Stadt Celle weitergeleitet habe. Am 16.11.2018 war ich dann erneut am Klosterhof – nichts passiert. Ich bin daraufhin zur Polizeiinspektion Celle gefahren und habe die Sachlage dort geschildert. Auch dort bekam ich den Hinweis, man werde sich kümmern … und an die Stadt weitergeben.  Am Montag, den 19.11.2018 kam dann ein Anruf von der Stadt Celle und man wolle genaueres über die Ortslage wissen. Meine Frage, ob sie keine Meldung vom Landkreis bekommen hätten und ich erst zur Polizei gehen musste, wurde mit „nie was erhalten“ abgetan. Gleichzeitig wurde auch angedeutet, dass die Stadt eigentlich gar nicht zuständig sei und man es weiterleiten würde, aber die Kollegen gerade nicht da seien … frühesten Donnerstag.

Am 05.12.2018 musste ich feststellen, dass weiterhin absolut nichts passiert ist. Meine Frage bei den Behörden bezgl. einer Information an mich betr. Erledigung bzw. Stand der Dinge wurde mit „aus datenrechtlichen Gründen nicht möglich“ abgetan.

Auf dem Gelände befinden sich weitere Großbehälter, Tanks mit unbestimmtem Inhalt, ev. auch leer.

Stellt sich die Frage, ob sich die Wasserbehörde mit der Verpflichtung und Nachweis des Landwirtes Zufrieden gibt. Die Fässer stehen dort schon eine sehr lange Zeit, denn ich glaube nicht, dass man sie damals von vornherein auf eine vergammelte Palette gestellt hat. Über die Lagerung von Gefahrenstoffen gibt es Gesetze (Betonauffangwanne usw.). Darüber hat sich der Landwirt hinweggesetzt. Würde ich sowas in meinem Garten machen und der Nachbar bekommt das mit … ich hätte wohl schon eine Strafanzeige, nicht vom Nachbarn aber von der Wasserbehörde.

Das gesamte Gelände Klosterhof ist weder eingezäunt noch gibt es irgendwelche eindeutigen Hinweisschilder. Der Feldweg südlich am Klosterhof vorbei ist nur durch eine Schranke mit Null Hinweisen gesperrt. Wenn man links zur JVA abbiegt, gibt es einen Hinweis. Für mich bedeutet dieser, dass ich die Zufahrt an der JVA vorbei nicht betreten darf, geschweige die JVA selber.

Sollte ich aus allen anderen Himmelsrichtungen, außer Westen mit der Hauptzufahrt kommen, so bin ich ohne Vorwarnung im „Zutritt verboten“ Bereich.

Der gesamte Bereich ist also total offen. Was lagert dort noch in den Keller, Gebäuden? Gibt es Schächte, Gruben (eine habe ich gesehen)? Was passiert bzw. was kann Kindern und Jugendlichen passieren, wenn sie das Gelände plötzlich für sich entdecken?

Leider kann ich nicht beurteilen, was rechtlich alles erlaubt ist, wo es Sicherungspflichten gibt usw. Ich war und bin aber auch der Meinung, wenn ich Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt sehe, solch ein Gelände betreten zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Knop