TuS Celle 92 bestreitet letztes Spiel der Saison gegen Gastmannschaft mit Qualitäten

Weitere Von Redaktion | am Di., 09.04.2019 - 20:48

CELLE. Die Bundesligamannschaft des TuS Celle 92 tritt am Sonntag, dem 14. April 2019 ab 14.00 Uhr, in der Altstädter Schule gegen NSU Neckarsulm an. "Die Mannschaft aus Neckarsulm hat im Vorjahr  die 3. Bundesliga Süd dominiert und ist mit einem Vorsprung von 9 Punkten Meister geworden. In der 2. Bundesliga haben sie die gesamte Hinrunde benötigt, um sich auf das deutlich höhere Niveau dieser Liga einzustellen. In der Rückrundentabelle steht Neckarsulm nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Am spektakulärsten war der Neckarsulmer Sieg gegen Borussia Dortmund, die immer noch eine Chance auf den Gewinn der Meisterschaft haben. Da Dortmund in stärkster Aufstellung spielte, sind die Celler hinreichend vor der Stärke des Gegners gewarnt", lautet die Standortbestimmung von Seiten des TuS Celle 92.

Der Celler Trainer Frank Schönemeier nimmt zwar die Favoritenrolle an, hat aber auch großen Respekt vor dem Gegner: „Natürlich wollen wir durch einen Sieg gegen  Neckarsulm unbedingt diese Saison mit einem positiven Punkteverhältnis abschließen. Ich kenne die Spieler aus dem Südwesten Deutschlands sehr gut und weiß, dass es kein Selbstläufer wird. Der Sieg gegen die Dortmunder mit bester Mannschaft zeigt, welche Qualitäten unser Gast hat. Auch die Siege gegen Bad Homburg und Fulda verdienen unseren Respekt. Beide Mannschaften werden ihr bestes Tischtennis zeigen und versuchen zu punkten. Meine Jungs werden gut vorbereitet in das letzte Spiel gehen. Wir haben diese schwere Saison mit einem Sieg in Passau gestartet und wollen sie mit einem Sieg in Celle beenden.“

Während die Gäste in der gesamten Rückrunde immer mit denselben Spielern antraten, hatten die Celler sechs Spieler im Einsatz. Bei den Doppeln standen die zwei Neckarsulmer Paarungen auch sofort fest. In Celle stellte der Trainer dagegen sechs verschiedene Doppelkombinationen auf. Außer der links/links Paarung Hippler/Meissner war fast jede mögliche Paarung dabei. Auch beim letzten Spiel lässt sich Trainer Frank Schönemeier nicht in die Karten schauen und wird die Doppelaufstellung erst nach den Trainingseindrücken am Samstag bekannt geben. Da aber alle sechs Celler Spieler sehr gute und erfolgreiche Doppelspieler sind, geht die Mannschaft nicht von negativen Doppeln aus. Ein ausgeglichenes und mit etwas Glück sogar positives Punkteverhältnis nach den Doppeln werde angestrebt.

Im oberen Paarkreuz sind die spektakulärsten Ballwechsel zu erwarten. Tobias Hippler und Cedric Meissner können zwar gut gegen Abwehr spielen, aber der Spitzenspieler Fabian Bluhm dürfte es ihnen sehr schwer machen, einen Punkt gegen ihn zu erzielen. Tobias Hippler hat beim letzten Top 48-Turnier der Herren, das er gewann, nur gegen den Abwehrspieler Florian Bluhm verloren. Außerdem hat Blum im oberen Paarkreuz der Rückrunde ebenso viele Spiele gewonnen wie Tobias und Cedric zusammen. Das Hinspiel gewann Hippler nach großartiger Leistung zu acht im Entscheidungssatz nach vielen spektakulären Ballwechseln. Das Spiel zwischen den beiden Spitzenspielern wird aber erst nach der Pause stattfinden, die mit einem Grillen überbrückt wird.

Der Mannschaftsführer der Gäste, Jens Schabacker, hatte mit 24:8 eine der besten Bilanzen in der 3. Liga Süd. Er habe sicher das spielerische Potential auch in der 2. Liga erfolgreich zu spielen, vermutet man in Celle. Bisher verliere er aber sehr viele knappe Spiele. "Vielleicht platzt bei ihm der Knoten ja in Celle", so Trainer Schönemeier. Ein 2:2 aus den Spielen des oberen Paarkreuzes wäre aus seiner Sicht ein realistischer Tipp.

Im unteren Paarkreuz haben beide Mannschaften ihre größten Erfolge zu verzeichnen. Der nach Dortmund wechselnde Fedor Kuzmin spielt gegen den ehemaligen tschechischen Jugendnationalspieler Josef Braun, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird und schon 23 Jahre für Neckarsulm spielt. Es dürfte eine der besten Paarungen werden, die das untere Paarkreuz zu bieten hat, da sowohl Braun mit einer 9:2 Bilanz als auch Kuzmin mit einer 10:0 Bilanz zu den besten Spielern des unteren Paarkreuzes zählen. Fedor Kuzmin: „ Ich hätte gern der jungen Celler Mannschaft auch in der nächsten Saison geholfen, ihr Saisonziel zu erreichen, wenn das Angebot der Celler ähnlich wie in der letzten Saison gewesen wäre. In meinem letzten Spiel für den TuS Celle werde ich alles geben, damit wir im unteren Paarkreuz positiv spielen.“

Nils Hohmeier hat es im 1. Spiel mit dem 24-jährigen Julian Mohr zu tun, der über Bad Homburg vor vier Jahren nach Neckarsulm kam und in der Hinrunde an Nr. 1 aufgestellt war. Nils Hohmeier ist neben Kuzmin in der Rückrunde der Punktegarant im Einzel, und er will seine 6:3 Bilanz noch weiter verbessern: „Ich kenne Julian Mohr recht gut und besonders sein Vorhandflip ist sehenswert. Es wird sicher ein spannendes Spiel, das ich unbedingt gewinnen möchte, um meine 7. Saison in Celle mit einem Sieg abzuschließen.“

In der 2. Liga fällt an diesem Wochenende die Entscheidung um die Meisterschaft zwischen dem 1. FSV Mainz 05  und dem BV Borussia Dortmund. Beide Mannschaften verstärken sich in der nächsten Saison, ebenso wie der Tabellendritte durch einen Spieler des TuS Celle 92. Hamm kann Celle noch den Platz in der oberen Tabellenhälfte streitig machen.

Die Entscheidung um den 2. Abstiegsplatz wird zwischen Hilpoltstein, Passau und Fulda fallen. "Es ist erfreulich, dass besonders bei dieser Entscheidung die Celler nicht dabei sind. Leider ist es natürlich, dass bei dieser großartigen Celler Saison auch andere größere Vereine merken, wie gut die Celler Spieler jetzt schon sind oder noch werden. Aber zum Glück sind drei Spieler der jetzigen Mannschaft geblieben, die auch wieder erfolgreich sein will", so Schönemeier. "Nils, Cedric und Fedor werden wir leider in der Saison 2019/2020 nur in Trikots der Gastmannschaften sehen können. Es würde die Celler Mannschaft freuen, wenn sie wie  in den letzten Spielen wieder vor einer großen Zuschauerkulisse spielen werden. Besonders, die immer seltener werdenden Spiele Abwehr gegen Angriffe, werden die Zuschauer begeistern", so der Celler Trainer.

Text: Dieter Lorenz
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