CELLE. Am Sonntag, dem 21. Oktober um 14.00 Uhr, möchte der TuS Celle 92 seinen ersten Heimsieg in der 2. Bundesliga gegen die Reserve der Erstligamannschaft aus Fulda erringen. Nachdem es vor drei Wochen der Mannschaft aus Hamm gelang, die Siegesserie der Celler in den Heimspielen zu brechen, will die Celler Mannschaft alles tun, damit nicht gegen den Mitaufsteiger aus Fulda gleich die nächste Niederlage folgt.

Obwohl erst drei bis vier Spiele absolviert sind zeigt sich schon, wie ausgeglichen die zweite Bundesliga wieder ist, denn den zweiten Platz trennen nur zwei Punkte vom neunten Platz. Darauf wies besonders der Trainer Frank Schönemeier hin: „Fulda hatte einen sehr guten Start mit zwei Siegen und sie stehen daher unmittelbar vor uns in der Tabelle. Um unsere Zielsetzung, die beste Aufstiegsmannschaft zu sein, zu erreichen, ist ein Sieg im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger aus der 2. Bundesliga Nord unbedingt erforderlich. Um in den Doppeln erfolgreicher abzuschneiden als gegen Hamm werden wir am Samstag in Celle neben dem normalen Training auch intensiv Doppel trainieren. Ein 0:2 nach den Eingangsdoppeln gilt es zu vermeiden.“

Wie stark Fulda ist, zeigt der sichere Sieg gegen Neckarsulm am vergangenen Wochenende. Dies war auch das einzige Spiel, das Fulda mit der stärksten Mannschaft, die auch sicher in Celle spielen wird, bestreiten konnte. Die Doppelaufstellung wird aus Sicht der Celler enorm wichtig sein, da ein Rückstand nach den Doppeln mit Sicherheit von der Celler Mannschaft nicht aufgeholt werden könne. Daher kommt die gesamte Mannschaft schon am Samstag nach Celle um unter anderem auch die Doppel intensiv zu trainieren. Neben dem gesetzten Doppel Hippler / Hohmeier hat der Trainer sich noch nicht für die anderen beiden Doppeln entschieden. Am erfolgreichsten waren bisher Xu und Hölter, die ihre beiden Spiele gewannen. Aber auch Kuzmin und Meissner seien hervorragende Doppelspieler. Allerdings haben sie noch kein gemeinsames Spiel bestritten.

Fulda wird mit dem bisher noch ungeschlagenen Doppel Keinath /Meng,Qing Yu antreten, die voraussichtlich auch in Celle gewinnen werden. „Daher muss unbedingt das Doppel Fischer / Meng, Fan Bo bezwungen werden. Auch das wird nicht leicht, da Meng, Fan Bo in den letzten beiden Jahren Deutscher Jugendmeister im Doppel wurde. Aber da können die Celler durchaus mithalten, denn dies hat auch Jannik Xu geschafft, da er zusammen mit Fan Bo spielte“, so Frank Schönemeier.

Im oberen Paarkreuz ist ebenfalls Spannung angesagt. Zwischen Fan Bo und Cedric Meissner kommt es zur Wiederholung des diesjährigen Endspiels um die Deutsche Jugendmeisterschaft in Berlin. Cedric Meissner ist da durchaus optimistisch: „Ich erwarte von mir, dass ich das Spiel gegen meinen Mannschaftskameraden der Europameisterschaft Fan Bo Meng gewinne. Die Spiele zwischen Fan Bo und mir sind allerdings immer spannend und gehen meistens in den 5. Satz.“

Das andere Spiel bestreiten Thomas Keinath und Fedor Kuzmin. Thomas Keinath hat auch im Herrenbereich für die Deutsche Nationalmannschaft gespielt. Sein größter Erfolg war ein 4. Platz bei der Weltmeisterschaft mit der deutschen Mannschaft. Da dieser Erfolg schon 20 Jshre zurück liegt, ist auch Fedor Kuzmin optimistisch: „Wenn ich meiner Mannschaft helfen will kann ich das nur durch einen Sieg über Keinath. Wir kennen unsere Spielweisen, haben aber noch nicht oft gegeneinander gespielt. Wir sollten alles tun um mit einem 3:1 in die Pause zu gehen.“

Im unteren Paarkreuz kann man dann von Duellen „Jugend gegen Erfahrungen“ sprechen. Dort spielt Qing Yu Meng, der Vater von Fan Bo und  Trainer der 1. Herren. Er ist als Linkshänder mit dem seltenen Penholder Spiel mit kurzen Noppen für junge Spieler ein sehr unangenehmer Gegner. Trotzdem gelang es beiden Cellern, ihn in Fulda im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft zu besiegen. Nils Hohmeier benötigte dazu aber 18 Punkte im 5. Satz.

Die Nr. 4 ist Hans-Jürgen Fischer, der Deutschland schon bei Welt- und Europameisterschaften vertrat. Auch das liegt schon lange zurück. Wie stark aber Fischer und Vater Meng noch sind, zeigt ihre aktuelle 6:2 Bilanz im unteren Paarkreuz. Trotzdem haben sich die Celler fest vorgenommen, im unteren Paarkreuz zumindest ausgeglichen zu spielen.

Text: Dieter Lorenz



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