TuS Celle 92 im Viertelfinale des DTTB-Pokals

Ballsport Von Susanne Zaulick | am Do., 17.10.2019 - 18:53

CELLE. Am Sonntag, 20. Oktober 2019, spielt die niedersächsische Spitzenmannschaft im Tischtennis des TuS Celle 92 um 15.00 Uhr in der Altstädter Schule im Viertelfinale des DTTB-Pokals gegen eine der renommierten Mannschaften der 1. Bundesliga, den ASV Grünwettersbach. Zu den Aussichten im Pokalspiel befragt antwortete  der Celler Trainer Frank Schönemeier: „Natürlich sind wir gegen die Mannschaft aus Karlsruhe krasser Außenseiter. Meine Spieler werden um jeden Ball kämpfen um in jedem Satz möglichst dicht an 9 Punkte zu kommen. Es ist erst das zweite Mal, dass wir gegen einen Erstligisten spielen und wie im Spiel vor zwei Jahren gegen Saarbrücken soll es auch in diesem Jahr zu einem  Tischtennisfest für Celle werden.“

Nur in Düsseldorf, Saarbrücken, beim deutschen Meister Ochsenhausen und in Celle sind in Deutschland am Sonntag die Viertelfinale des deutschen Pokals zu sehen. Humorvoll meint der Celler Mannschaftsführer Tobias Hippler: „Alle Favoriten haben Heimspiele. Im Pokal haben wir bisher überragend gespielt. In den Punktspielen konnten wir leider diese Leistungen noch nicht bestätigen. Wir können stolz sein, dass wir sogar weiter als Werder Bremen gekommen sind.“

Grünwettersbach wurde im Jahre 2015 Meister der 2. Bundesliga Süd und stieg dann nach erfolgreicher Bewerbung um eine Lizenz in die 1. Bundesliga auf. Bis auf das 1. Jahr spielte die Mannschaft aus Karlsruhe immer nahezu ausgeglichen und belegte stets den 6. oder 7. Tabellenplatz Ihren größten Erfolg hatte sie im vergangenen Jahr im Viertelfinale des Pokals. Es wurde nach einem 0:2 Rückstand der Titelverteidiger Borussia Düsseldorf geschlagen, so dass zum ersten Mal das Final Four erreicht wurde. In diesem Jahr rechnet der ASV Grünwettersbach fest mit einer Wiederholung der Leistung. Die Spieler bereiten sich auf das Spiel in Celle intensiv vor und werden schon am Samstag ab 16.30 Uhr in der Altstädter Schule trainieren.

Sie kommen mit allen vier Assen der ersten Liga. In der Weltrangliste ist der Inder Sathiyan Gnanasekaran mit Position 30 am Besten platziert. Auch sein Q-TTR Wert von 2495 zeigt den Abstand zur zweiten Liga. Da der Pokal aber nach den Regeln der ersten Bundesliga mit 3er Mannschaften gespielt wird und die Spieler frei aufstellbar sind, lässt sich nicht sagen, welcher Celler Spieler auf ihn treffen wird.

Der in der Bundesliga bekannteste Spieler ist Xi Wang, der schon zwei Mal bester Spieler der TTBL (Tischtennis Bundesliga) war. Er spielt schon 12 Jahre in der 1. Liga und  war mit Fulda auch schon Vize-Meister und Vize-Pokalsieger. Er spielt fast immer an Position 1, da er in dem beim Stand von 2:2 zu bildenden Schlussdoppel als Abwehrspieler nicht eingesetzt wird. Mit seinen 35 Jahren ist er auch der erfahrenste Spieler

Viele Zuschauer werden sich auch auf den 23-jährigen Penholder Spieler Dang Qui freuen. Als in Celle die deutschen Schülermeisterschaften ausgetragen wurden löste sein Spiel große Begeisterung bei den Zuschauern aus. Damals konnte er noch kaum über die Platte gucken. Heute kämpft er mit seinen 180 cm um die Nominierung zu den Olympischen Spielen. Hinter den drei deutschen Eruopameistern mit Timo Boll hat er auch gute Chancen dabei zu sein. Ein Einsatz des aus Saarbrücken kommenden Neuzugangs Tobias Rasmussen plant der Trainer Joachim Sekinger im allgemeinen nur im Schlussdoppel, das aber in Celle nicht stattfinden werde, da nicht mit zwei Celler Siegen im Einzel zu rechnen sei. Auf der Celler Seite werden sehr wahrscheinlich die drei Spieler eingesetzt, die in Hilpoltstein gewonnen haben und damit dieses Ereignis erst möglich gemacht haben.

Text: Dieter Lorenz