Die Doppelstärke als Schlüssel zum Erfolg

Beim Betrachten der Spielergebnisse der ersten Saisonhälfte fällt auf, dass das Team in 9 Spielen nur ein einziges Mal beide Doppelspiele verlor: Außer gegen Ruhrstadt Herne konnte das Team um Spitzenspieler Phillip Floritz stets mit einer Führung oder einem ausgeglichen Spielstand in ihre Einzel starten.

Die Wichtigkeit einer guten Doppelaufstellung schätzt Teamchef Frank Schönemeier wie folgt ein: „Nachdem Tobi und Nils gemeinsam Europameister im Doppel geworden sind, war unsere Doppelaufstellung im Grunde von Beginn an festgelegt. Es ist ein großer Vorteil gegenüber „zusammengewürfelten“ Teams, eingespielte Doppel zu haben. Die Doppel haben in dieser Saison häufig den Grundstein für den Sieg gelegt.

Floritz bringt Stabilität

Spätestens mit der Verpflichtung der neuen Nummer 1, Phillip Floritz, war im Sommer klar: der TuS Celle möchte unter den Topteams der Liga mitmischen. Doch was viele lediglich auf seine Einzelsiege reduzieren („Floritz macht fast immer zwei“), ist deutlich mehr: „Es beruhigt mich in meinen Spielen schon ein wenig, dass Phillip da ist. Wir wissen, dass er häufig für ein 2:0 gut ist, deswegen spielen wir auch besser“, analysiert Tobias Hippler.

Die Stärke von Phillip Floritz in dieser Saison bestätigt seine Einzelbilanz ausdrücklich: Mit 14:3 Spielen ist er aktuell der beste Spieler der Liga.

Hippler beginnt stark

Tobias Hippler ist mit einer 7:0 Bilanz in die Saison gestartet und beendete die Hinserie mit einer immer noch hervorragenden Bilanz von 10:6. Den erfolgreichen Saisonstart führt Hippler auf eine gute Vorbereitung und ein hohes Maß an Selbstbewusstsein zurück: „Nach der EM, wo ich ,gemeinsam mit Nils, Europameister geworden bin und auch in der Mannschaft sehr gut gespielt habe, bin ich zufrieden in die neue Saison gestartet. Ich habe mich wohl gefühlt und einige Überraschungen landen können.“ Nach dem überragenden Startspurt ließ Hippler ein wenig nach und spielte in den folgenden Partien nur 3:6. Trotz dieser Schwierigkeiten zum Jahresende kann Tobias mit einer 10:6 Bilanz mehr als zufrieden sein.

Hohmeier lange Zeit eine Bank im unteren Paarkreuz

Nils Hohmeier, der durch die Verpflichtung von Floritz ins hintere Paarkreuz gerutscht war, behielt ganze neun Spiele lang eine weiße Weste. Bis zum Spiel gegen Seligenstadt war gegen die Nummer drei nichts zu holen, was auch erklärt warum die Zähltafel in der Hinrunde so häufig den Spielstand 6:3 anzeigte. Bei einem Drittel aller Spiele holte Nils den Siegpunkt. Nachdem Nils sich auch am wichtigsten Wochenende des Jahres in guter Form präsentierte und gegen Ruhrstadt Herne beide Einzel gewann, hoffte man auch in Hamm auf den Youngster. Doch es kam anders: Zum ersten Mal in dieser Serie verlor Hohmeier beide Einzel. Und wäre das nicht schon genug, er verlor sie auch noch im Entscheidungssatz. Insgesamt spielte Nils eine Bilanz von 11:3.

Probleme auf Position 4

Die Position vier war in der ersten Saisonhälfte, so hart es auch klingt, die Achillesferse unseres Teams. Was für eine herrliche Ironie, dass sich Cedric Meissner an eben dieser verletzte, um dann in nur drei Spielen mitmischen zu können. Die unglückliche Wahrheit: An Position 4, egal ob diese von Dohrmann oder Meissner bekleidet wurde, konnte TuS Celle nur drei von zwölf spielen gewinnen. An dieser Stelle kommen nun auch diejenigen auf ihre Kosten, die schon ein sanftes „aber warum seid ihr dann nicht Erster?!“ auf den Lippen hatten. Vergleicht man die Einzelresultate der Spieler mit denen der Athleten des Tabellenführers Bad Hamm wird deutlich: Jeder einzelne Spieler der Westfalen hat mehr Spiele gewonnen, als verloren, während die Herzogstädter Jungs diese Bilanz nur von Position 1-3 erzielen konnten.

Fakt ist: Bisher konnte der TuS Celle immer nur dann siegreich sein, wenn Floritz, Hippler und Hohmeier allesamt mindestens ein Einzel gewannen. Die drei Punktverluste geschahen in eben den Spielen in denen einmal Hippler und einmal Hohmeier beide Spiele verloren.

Warum es noch Hoffnung auf den Aufstieg gibt

„Die Hoffnung auf den Aufstieg haben wir noch lange nicht aufgegeben“, stellt Cedric Meissner fest. Unter Anderem auf ihm ruhen diese Hoffnungen. Obwohl nicht zu erwarten ist, dass der TuS Celle von Position eins bis drei weiterhin derart brilliert, glaubt TuS, dass sie in der Rückrunde mit einem Cedric Meissner in gesundheitlich guter Verfassung und Yannick Dohrmann, der sich wieder fangen wird, eine noch stabilere Truppe in die Box schicken können.

Nils Hohmeier weiß: „Hamm ist nur zwei Punkte entfernt. Noch ist alles offen!“

Das Wechselspiel zwischen Zuschauer- und Spielerbilanzen

„Zu Hause sind wir eine Macht! Zu Hause haben wir bisher nur einen Punkt abgegeben. Zu Hause fühlen wir uns wohl“, so der TuS Celle 92.

In den Spitzenspielen liegt der Zuschauerschnitt in der Altstädter Schule schon längst jenseits der 150. „Auffällig ist, dass unsere Spieler im heimischen Celle bisher nahezu immer Topleistungen abrufen konnten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Zuschauer immer motivierter und zahlreicher in die Halle kamen. Als Wechselspiel ist dies deshalb zu bezeichnen, da für die steigenden Publikumszahlen mit Sicherheit auch die Leistungen unserer Athleten verantwortlich sind. Viele Zuschauer sorgen im Umkehrschluss wieder für Topleistungen. Wo soll das noch hingehen?“, weiß der Verein zu berichten.

Dank an alle Unterstützer

„Zu guter Letzt möchten wir, die Spieler und Verantwortlichen des TuS Celle 92 all denjenigen danken, die uns im Jahr 2016 so großartig unterstützt haben! Dies gilt sowohl für unsere eingefleischte Fangemeinde, die sogar zu Auswärtsspielen mitgereist ist, als auch für unsere Sponsoren, die die finanzielle Grundlage für unser Team legen.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr!“, so die Sportler vom TuS Celle 92.

Bericht: Nils Hohmeier
Foto: Philip Loeper

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