LACHENDORF. Die Gemeinde Lachendorf stellt trotz des Bürgerprotestes derzeit einen Bebauungsplan für das Waldstück zwischen Wiesenstraße und Neubaugebiet Südhang auf. Dazu sind Untersuchungen der Tier- und Pflanzenwelt, auch der Fledermausbestände erforderlich. Einer Firma wurde der Auftrag erteilt, die Fledermäuse zu zählen und die Arten zu bestimmen.

Bei seinem Waldrundgang bekam ein Lachendorfer Bürger per Zufall Kenntnis von der Firma und den Untersuchungen. Dabei stellte er fest, dass die Firma neben Detektoren auch Fangnetze zur Bestimmung der Fledermausarten einsetzt.

Nach Rücksprache mit dem Ratsherrn und Vorsitzenden der örtlichen Wählergemeinschaft Unabhängige Bürger -UB-, Egbert Ehm, wandten sich beide am Dienstag an die Naturschutzbehörde beim Landkreis Celle, da beide der Meinung waren, dass der Einsatz von Fangnetzen während der aktuellen Brutperiode nicht erlaubt ist.

Die Naturschutzbehörde sah das auch so und veranlasste einen sofortigen Stopp der Fledermausuntersuchungen. In den Netzen können sich die Muttertiere verfangen und ggf. zu Tode kommen, was wiederum zur Folge hätte, dass der Fledermausnachwuchs, der derzeit großgezogen wird, verhungern würde.

Nach Aussage der Naturschutzbehörde bedarf es für eine Untersuchung mit Netzen einer Sondergenehmigung, die nicht vorliege. Das ginge ggf. auch erst im Herbst nach Ende der Brutperiode.

UB-Vorsitzender Egbert Ehm warf in diesem Zusammenhang die Frage auf, inwieweit die Lachendorfer Verwaltung Kenntnis von dieser nach Meinung des Landkreises unerlaubten Untersuchungsmethode hatte, zumal auch schon im aktuellen Baugebiet „Am Immanuel-Kant-Gymnasium“ die Firma im vergangenen Jahr mit Netzen gearbeitet haben soll.

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