Über 150 Bootsmannschaften für den guten Zweck auf der Aller

Gesellschaft Von Redaktion | am So., 14.08.2016 - 19:20

CELLE. Zum zweiten Mal fand gestern die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ auf der hiesigen Aller statt. Über 150 Boote von  Celler Firmen und Institutionen gingen für den guten Zweck an den Start – bundesweiter Rekord! Durch die gute Organisation der Celler Rudervereine und das "mitspielende" Wetter erlebten 600 Aktive und eine große Anzahl Zuschauer einen schönen Tag auf und an der Aller.
„Rudern gegen Krebs“ ist eine Initiative der „Stiftung Leben mit Krebs“, die seit 2005 bundesweit an verschiedenen Standorten in Kooperation mit lokalen Rudervereinen und onkologischen Therapie-Einrichtungen ausgetragen wird. Hier in Celle geht der Spendenerlös der Benefizregatta an das Onkologische Forum, erneut soll das Projekt „Sport und Krebs“ unterstützt werden. Schirmherrin der Benefizaktion war die Niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt.

Bei strahlendem Sonnenschein startete um 9:30 das erste Rennen. Auf vier Bahnen traten die Mannschaften mit jeweils vier Rudernden und einem Steuermann gegeneinander an. Die Mannschaften, die es als Erste und Zweite über die 300-Meter-Regattastrecke schafften, qualifizierten sich direkt für das Halbfinale, während der Dritt-und Viertplatzierte sich im "Hoffnungslauf" beweisen konnte. Die Sieger der Halbfinals ermittelten im Finale um 18:00 den Sieger.

Die teilnehmende Mannschaften setzten sich unterschiedlich zusammen. Unternehmen, Vereine, Arztpraxen, gemeinnützige Verbände, Lehrer- und Schülerteams aus Celle und Umgebung hatten in den letzten Wochen und Monaten auf der Aller trainiert um bei der Benefizregatta zu starten. Jedes Team musste dazu ein Startgeld von 300 €, davon 200 € Spende, aufbringen. Besonders viele Bootes stellten das Unternehmen Veolia (sechs Boote) und der Handwerksbetrieb Holzwerk (fünf Boote). Daneben gab es auch Prominentenmannschaften von Künstlern und Sportlern, auch Oberbürgermeisterkandidat Jörg Nigge und Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann ließen sich im Parteienrennen mit ihren jeweiligen Parteien messen.

Für die Organisation und Abwicklung des Ruderbetriebs am Tag der Regatta waren die drei ausrichtenden Celler Rudervereine verantwortlich. Über hundert Helfer betreuten das Einsteigen in die Boote am Steg, steuerten die Bootsmannschaften und sorgten sich um die Verpflegung der großen Anzahl an Zuschauern auf der Ziegeninsel.

Im Vorfeld der Regatta gaben der Celler Ruderverein, der Ruderclub Ernestinum-Hölty und der Hermann-Billung-Club hunderte von Trainingsstunden auf der Aller, gerade in den letzten Tagen herrschte dort Hochbetrieb. Einer Mannschaft standen dabei mindestens drei Trainingseinheiten mit professioneller Anleitung zur Verfügung. Dass der Ablauf der 88 Rennen so reibungslos klappte, ist dem großen Helferteam zu verdanken. Siegerteams gab es aufgrund der zahlreichen Renn-Kategorien mehr als ein Dutzend an der Zahl. Letztlich ging es für die meisten Teilnehmer darum, Spaß zu haben und dies für einen guten Zweck. Die genauer Ergebnisse gibt es hier: www.onko-forum-celle.de/rudern-gegen-krebs.html

Für Abwechslung und gute Laune auf der Ziegeninsel sorgten das Trommel-Ensemble Drum Explosion, die Lloyds Musical School und die Gruppe Oakleaf Stelzenkunst. Wichtig für diese Veranstaltung war auch die ehrenamtliche Hilfe der Malteser und der DLRG auf dem Wasser, die mit Motorboot die Lage auf dem Wasser überblickten.

Den Aktiven im Boot machte das Rudern sichtlich Spaß. Auch wenn die Platzierung nicht so wie gewünscht war, stiegen alle Mannschaften mit Lächeln aus dem Boot. Die Mischung aus Freude am Rudern und dem guten Zweck sorgten den Samstag über für freundliche Stimmung an der Celler Aller.

Fotos: Peter Müller