Umsetzung AKH-Gutachten beschlossen: "Schwarze Zahlen ab 2021"- Klinikum Peine steht zur Disposition

Wirtschaft Von Redaktion | am Fr., 27.09.2019 - 15:28

CELLE/PEINE. Der Aufsichtsrat der Stiftung Allgemeines Krankenhaus Celle habe sich in seiner heutigen Sitzung unter anderem umfassend mit dem Sanierungsplan des AKH Celle und des Klinikums Peine befasst. Zur Sicherung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Klinikgruppe wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton ein Sanierungsgutachten erstellt, das heute im Aufsichtsrat vorgestellt wurde (CELLEHEUTE berichtete mehrfach). Zur Stunde werden die MitarbeiterInnen darüber informiert.

Der Aufsichtsrat hat nach Anhörung der Wirtschaftsprüfer und eingehender Diskussion beschlossen, den Vorstand der AKH-Gruppe zu beauftragen, die vorgeschlagenen Maßnahmen des Gutachtens umzusetzen oder wirtschaftlich vergleichbare Schritte zu ergreifen.

Das sogenannte IDW S6 Gutachten sieht unter anderem vor, die Wirtschaftlichkeit beider Häuser unter anderem durch Personalanpassungen, der Ausgliederung oder Aufgabenübertragung von Teilbereichen, insbesondere Reinigung, Logistik und Küche in andere Gesellschaften bzw. eine Verbesserung der Abläufe in der Leistungsabrechnung vor. Sowohl das AKH Celle als auch das Klinikum Peine würden mit der Umsetzung dieser Gutachten nach Ansicht des Aufsichtsrates voraussichtlich bereits 2021 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Gleichzeitig habe sich der Aufsichtsrat mit der Situation des Klinikums Peine befasst. Die Sanierung dort sei ebenfalls Bestandteil des S6-Gutachtens, auch das Klinikum Peine werde somit 2021 wieder schwarze Zahlen schreiben. Unabhängig davon jedoch habe der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung den Vorstand einstimmig beauftragt, ein Verkaufsverfahren für das Klinikum einzuleiten und die hieraus resultierenden Ergebnisse dem Aufsichtsrat vorzustellen. Dies soll den Aufsichtsrat in die Lage versetzen zu entscheiden, ob das Klinikum Peine in der AKH-Gruppe verbleibt oder an einen anderen Klinikträger übergehen wird. Mit einem Ergebnis dieser Gespräche werde Anfang 2020 gerechnet.

Der Aufsichtsrat wählte ferner einstimmig Herrn Dr. Hans-Georg Ratsch-Heitmann als ersten Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden, Frau Angela Hohmann wurde ebenfalls einstimmig zur zweiten Stellvertreterin des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.