CELLE. Im Rahmen ihrer Aktionswoche bereisten die Abgeordneten des Arbeitskreises Umwelt der CDU-Landtagsfraktion heute auf Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann Einrichtungen im Celler Land, die für die Umwelt eine besondere Bedeutung haben.

Im Rahmen der Gewinnung erneuerbarer Energien fand am Vormittag die Besichtigung und Vorstellung der im Bau befindlichen Forschungswasserkraftanlage am Allerwehr in Bannetze-Hornbostel statt. Christian Seidel, wissenschaftlicher Projektbeauftragter der TU Braunschweig, stellte die geplanten Maßnahmen vor und berichtete über die Leistung sowie die positiven Effekte des geplanten Wasserrades. „Ziel des Forschungsprojekts ist es, wirtschaftlich bisher nicht nutzbare Wasserkraftpotenziale in Flussläufen mit niederen Fallhöhen und großen Durchflussmengen unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Randbedingungen zu erschließen. Gelingt an der Aller die erhoffte technische Umsetzung unserer Forschung zum Industriemaßstab, lässt sich langfristig eine neue CO2-freie Schlüsseltechnologie in Deutschland einführen“, führte er in seinem Vortrag aus.

Im Anschluss bereiste die Besuchergruppe das Celler Institut für Bienenkunde, um sich im Besonderen über die Anlage und Förderung von Blühstreifen zu informieren. Der Leiter des Bieneninstituts, Dr. Werner von der Ohe, stellte das Institut vor und berichtete, dass die Imkerei sich zunehmend größerer Beliebtheit erfreut und allein in den letzten 5 Jahren einen Zuwachs von 25 Prozent erfahren hat. Die Ausbildungsnachfrage von angehenden Imkern ist derart gestiegen, dass das Institut in diesem Bereich dringend eine personelle Stärkung benötigt. Auch wurde die zusätzliche Bereitstellung von Blühstreifen angesprochen und festgestellt, dass die Bereitschaft der Landwirte zur Aussaat der Blühstreifen zunehmend  durch überhöhte Auflagen und Restriktionen durch die Landesregierung konterkariert wird. Besonders der gesetzte Aussaattermin bis zum 1. April hat sich als nicht zielführend erwiesen, da dann die Blütezeit der Streifen zu früh erfolgt und anschließend ein Futterloch für die Bienen entsteht.

„Ich freue mich, dass die Bereitschaft der Landwirte zur Anlage von Blühstreifen weiterhin hoch ist“, sagte der Celler Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann in dem Gespräch. „Wir müssen zukünftig dahin kommen, dass dies wesentlich  praxistauglicher und effektiver gestaltet werden kann.“

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