CELLE. Alljährlich gehört ein Umwelttag in das Programm des Yacht-Club Celle. Lange bevor von Friday-for-Future in Celle die Rede war, wurde er ins Leben gerufen, wie der Vereinsvorstand anmerkt. Mit großen Müllsäcken, Transportwagen und Zangen zum Sammeln ausgerüstet, starteten die Bootsfahrer diesmal zu Fuß, um den Celler Hafen und das anliegende Gelände bis zur Ratsmühle zu säubern. Auch die Jugendgruppe war vertreten.

Besonderes Augenmerk galt den Hafentreppen. Man freue sich über die Besucher, die am Nachmittag und Abend die schöne Atmosphäre am Hafen genießen. Aber leider bleibe ständig viel Müll zurück, obwohl die Stadt bereits ausreichend Mülleimer aufgehängt habe, ärgerte sich der zweite Vorsitzende Michael Marwede. Schon bei leichtem Wind wehe dieser in das Hafenbecken. Meist sei es Verpackungsmüll aus Plastik, deswegen wünsche er sich mehr Sensibilität in den Zeiten von Mikroplastik im Wasser. Auch Hunderte Zigarettenkippen habe man zusammengefegt. „Eigentlich sollte doch jeder wissen, wie belastend diese für die Umwelt sind“, so Marwede.

Auf Anweisung von Stefan Bewersdorff, dem ersten Vorsitzendem, wurde extra ein Boot zu Wasser gelassen, um auch die Uferbereiche absammeln zu können, die von Land aus nicht zugängig waren. Marcus Marwede, der Umweltbeauftragte des Vereins, wollte nach getaner Arbeit nicht von „Erfolg“ sprechen. „Wir haben viele Müllsäcke gefüllt, aber lieber wäre es uns schon, wenn es einmal weniger werden würden.“ Leider eine Sisyphos-Arbeit, denn schon am Abend räumten die beiden Hafenmeister die traurigen Überreste eines mutmaßlichen Junggesellenabschieds weg – Konfetti aus Metallstreifen und Plastik.



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