CELLE. Ab heute wird die AKH-Gruppe von zwei Vorständen geleitet. Neben Dr. Martin Windmann, seit Februar 2018 Vorstand, ist nun auch Franz Caesar als Vorstand des Unternehmensverbundes bestellt. Windmann übernimmt den Vorstandsvorsitz. Damit ist die Doppelspitze, die vom Aufsichtsrat nach Verlassen von Ex-Vorstand Stephan Judick beschlossen wurde, komplettiert und für die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe mit rund 2.800 Mitarbeitern verantwortlich.

„Ich danke dem Aufsichtsrat für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf die neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit Dr. Martin Windmann“, äußerte sich Caesar. Der 60-Jährige ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger absolvierte er ein Studium der Volkswirtschaftslehre. Im Anschluss an sein Examen zum Diplom-Volkswirt und einem Referendariat im höheren allgemeinen Verwaltungsdienst, ist Caesar nun seit vielen Jahren im Krankenhaus-Management tätig, unter anderem, mehr als 25 Jahre als Verwaltungsleiter und später als Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Uelzen. Bereits hier konnte er mit Erfolg moderne Strukturen entwickeln und etablieren, um die Leistungsfähigkeit auszubauen und die Wirtschaftlichkeit zukunftsorientiert zu erhöhen.

„Oberstes Ziel ist für uns die Zukunftssicherheit der AKH-Gruppe mit den Standorten Peine und Celle. Mit Franz Caesar wird ein versierter und von mir sehr geschätzter Kollege unsere Führungsspitze verstärken. Gemeinsam – als Team mit den Mitarbeitern – werden wir alles tun, um die AKH-Gruppe aus einer schwierigen Situation in eine stabile und wirtschaftliche gesunde Lage zu führen“, so Dr. Martin Windmann.

„Wir sind überzeugt, dass wir uns mit dieser neuen Führungsstruktur für die Herausforderungen strategisch optimal ausrichten. Franz Caesar ist ein überaus erfahrener und kompetenter Krankenhausmanager“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Klaus Wiswe. „Durch diese Entscheidungen haben wir die Weichen gestellt, für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zum Wohle der Mitarbeiter der AKH-Gruppe und der Patienten.“

Auf Nachfrage von CELLEHEUTE, ob das AKH in Zeiten von Millionenschulden und drohendem Stellenabbau mit der Erweiterung des Vorstandes glaubt, die richtigen Zeichen zu setzen, antwortet Sprecher Ralf Kuchenbuch: „Die Doppelspitze ist ein Ergebnis eines Beschlusses der weiter zurückliegt, bereits mit der Nachfolge von Herrn Judick wurde eine Doppelspitze angestrebt. Aufgrund entsprechender Kündigungsfristen und Bewerbungsprozesse ist dies natürlich keine ad-hoc Entscheidung. Die Doppelspitze hat eine unabdingbare gegenseitige Überwachungsfunktion, die in Unternehmen dieser Größenordnung inzwischen Standard sind. Die Durchsetzung der geplanten Doppelspitze war eine Forderung aus der vorgefundenen Situation, die das AKH in die Krise gebracht hat. Sie ist auch Bestandteil des Sanierungsgutachtens des AKH, mithin der Fortführungsprognose. Ohne Doppelspitze ist diese gefährdet.“





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