AHNSBECK. Die Wählergemeinschaft Unabhängige Bürger (UB) in der Samtgemeinde Lachendorf  hatte die Bürgerinnen und Bürger zum diesjährigen Grünkohlessen und gleichzeitig auch zu einem weiteren Themenabend in das Gasthaus Thalau/Heidehof in Ahnsbeck eingeladen. UB-Vorsitzender Egbert Ehm konnte rund 45 Bürger begrüßen, einige waren  auch aus Hambühren und Winsen gekommen. Er wies in seinen Begrüßungsworten auf einige Einbrüche bzw. Einbruchsversuche im Raum Lachendorf hin und warf die Fragen auf, ob diese Häufigkeit der Delikte noch als „normal“ anzusehen sei, bzw. ob Einbrüche zu- oder sogar abgenommen hätten.

Referent des Abends war Kriminalhauptkommissar Christian Riebandt von der Polizeiinspektion Celle. Er ist Präventionsbeauftragter der Polizei und hielt nach dem geschmackvollen Grünkohlessen einen informativen Vortrag zum Thema. Anhand von Statistiken für den Landkreis Celle zeigte er, dass die Einbrüche und Einbruchsversuche in den letzten Jahren leicht abgenommen haben und führte dies auf den verstärkten Einbau von Sicherheitstechnik in den Gebäuden, vermehrtes sicherheitsbewusstes Verhalten der Bürger sowie eine erhöhte Aufmerksamkeit im Wohnumfeld zurück.

Er wies gleich die gängige Meinung zurück, „dass Einbrecher vor allem nachts kommen würden“. Das sei ein großer Irrtum, so Riebandt. „Sie kommen vor allem tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist, nämlich zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden“. Einbrecher nutzten günstige Gelegenheiten wie schlecht gesicherte Türen, Fenster oder Terrassentüren rigoros aus, so der Referent.

Er zeigte an nachgestellten Einbruchsbeispielen in kurze Filmszenen, dass Einbrecher meistens mit einfachen Hilfsmitteln arbeiten, um Fenster und Türen aufzuhebeln. Die meisten geben laut Riebandt nach drei bis fünf Minuten auf, wenn sie nicht ins Haus oder die Wohnung gekommen sind. Deshalb empfiehlt die Polizei geprüfte und zertifizierte einbruchshemmende Fenster und Türen ab der sogenannten Widerstandsklasse RC 2. Der Einbruchsschutz könne auch in älteren Häusern oder Wohnungen im Nachhinein immer noch deutlich verbessert werden, so z.B. an der Haustür. Ein gutes Zusatzschloss mit einem Sperrbügel verhindere das Aufstoßen der nur spaltbreit geöffneten Tür und schützt so vor ungebetenen Besuchern. Man solle sich, so Riebandt, bei Besuchen an der Haustür immer einen Ausweis zeigen lassen. Nebeneingangstüren sollten ebenfalls entsprechend gut gesichert sein. Aufstiegshilfen wie Leitern, Mülltonnen, Gartenmöbel usw. könnten weggeschlossen werden, um Einbrüche in oberen Stockwerken zu verhindern.

Großen Wert legte Riebandt auf die sogenannte Anwesenheitssimulation mit Hilfe von Beleuchtung; bei Abwesenheit sollte die Innenbeleuchtung in mehreren Räumen mit Zeitschaltuhren gesteuert werden. Seitens der Teilnehmer wurden viele Fragen zum Einbruchsschutz und zur Einbruchssicherheit gestellt. Egbert Ehm bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung bei Chrisitan Riebandt für seinen „hervorragenden Vortrag“ und dankte auch den Bürgern für ihre rege Teilnahme an der Diskussion. „Ein gelungener und informativer Abend“, so der Tenor vieler Teilnehmer.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.