CELLE. Die Partei Die UNABHÄNGIGEN haben in Person des Vorsitzenden Hartmut Cewe und des Fraktionsvorsitzenden Dr. Udo Hörstmann ein Statement zur Entwicklung der Aller und des Hafens gegeben. Wir geben dieses hier ungekürzt und unkommentiert wieder:

„Zur weiteren Entwicklung der Allerinsel sind abermals Millionen für die Stadt Celle in Aussicht gestellt worden. Alle freuen sich, weil damit wunderbares urbanes Leben am Wasser geschaffen werden kann.

Insbesondere der Landtagsabgeordnete der SPD Maximilian Schmidt war kürzlich voll des Lobes. Allerdings zeigen seine Aussagen zu diesem Thema, dass er nicht so ganz richtig informiert ist. So fordert er von Seiten der Bundesregierung finanzielle Hilfen bei der Sanierung der Allerschleusen. Ohne funktionierende Schleusen wird die Hoffnung auf wunderbares Leben am Wasser über kurz oder lang zum Wohnen am Tümpel. Herr Schmidt sollte schon wissen, dass die Aller aus dem Bundeswasserstraßennetz herausgefallen ist, so wie viele weit bedeutendere Wasserstraßen in Deutschland. Somit liegt die Zuständigkeit für die Aller und den Allerschleusen nicht mehr in Berlin, sondern bei Land, Städten und Gemeinden.

Das Programm „Blaues Band Deutschland“ der Bundesregierung sieht vor, dass Flüsse wie die Aller renaturiert und somit die Durchlässigkeit und Fließgeschwindigkeit höher wird. Dazu müssen Hindernisse beseitigt werden. Und nur dafür gibt es Zuschüsse. Die sehen allerdings keine Schleusen, sondern ein frei fließendes Gewässer vor. Die UNABHÄNGIGEN haben in einer Anfrage zum Thema an die Verwaltung gestellt, welche Auswirkungen diese Entscheidungen auf die Aller und somit auf den Celler Hafen, den Ausflugsschiffs- und Sportbootsverkehr und „das Wohnen am Wasser“ haben wird. Die Antworten dazu stehen nicht im Einklang mit den Beschlüssen des Bundestages zum Thema. Hier wird die Aller explizit als Beispiel für eine Umsetzung dieses Programms genannt.

Solange diese Fragen nicht geklärt sind, kann man sich über Zuschüsse freuen. Ob die eigene, wohl nicht unbeträchtliche, Mitfinanzierung für den eventuellen Neubau oder Instandsetzung der Schleusen den Nutzen und Ertrag bringt den man sich erhofft, bleibt abzuwarten.

Herr Schmidt sollte mit seinen Wahlkampfparolen warten, bis die heiße Wahlkampfphase eingeläutet ist und dann bitte mit Äußerungen, die auch belastbar sind an die Öffentlichkeit gehen. Ansonsten geht das aus wie bei der Ortsumgehung. Dort sollte ja auch laut den Herren Lies, Schmidt & Co. bis Ende 2016 bereits Baurecht geschaffen sein. Hornberg lässt grüßen.“

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