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Blaulicht & Verkehr

Unfall an Bahnübergang und Brand im E-Center: Großübung der Feuerwehren und Rettungsdienste

05.04.2018 - 16:32 Uhr     CelleHEUTE    0
Fotos: Isabell Ehms/ Olaf Rebmann

LACHENDORF. Gestern Abend um 19.43 Uhr gab es Alarm für die Ortsfeuerwehren Gockenholz und Beedenbostel. Wir meldeten nach Rücksprache mit der Feuerwehr „leicht verspätet“ in unserer Facebook-Ausgabe. Mit der Übung „Zugunfall“ wurde das überarbeitete MANV-Konzept des Landkreises erprobt, welches bereits beim Einsatz in der Zuwanderungsagentur in Celle an der Hohen Wende am 18.02.2018 mit zahlreichen Verletzten zum Tragen gekommen war. 

Folgendes Szenario bot sich den Brandbekämpfern und Rettern bei dieser groß angelegten Übung, bei der der unter anderem die reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzkräfte verschiedener Einheiten in einer größeren Schadenslage, insbesondere zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst trainiert werden sollte:  Es war zu einem Unfall mit einem Güterzug am Bahnübergang „Sallohweg“ Gockenholz-Heideeck Richtung Lachendorf gekommen. Ein PKW-Fahrer hatte an einem Bahnübergang die Lichtzeichen missachtet und einen Güterzug der HVLE sowie ein weiteres wartendes Fahrzeug und einen Fahrradfahrer in einen Unfall verwickelte.

Da hier mehr als ein Fahrzeug verunfallt war, wurde die Ortsfeuerwehr Eschede laut Alarm- und Ausrückeordnung ebenfalls alarmiert. Aufgrund der acht Verletzten in den beiden PKW wurde über die Feuerwehr- und  Rettungsleitstelle des Landkreises Celle eine erhöhte Alarmierungsstufe, ein sogenannter MANV-Alarm für den erweiterten Rettungsdienst ausgelöst. MANV ist die Abkürzung für einen Massenanfall verletzter Personen und kommt ab einer Anzahl von fünf verletzten Personen zum Tragen. Erhöht sich die Zahl der Verletzten auf 15 oder mehr, wird der Rettungsdienst des Landkreises Celle durch die Hilfsorganisationen ASB, JUH und MHD unterstützt.

Der Güterzug sperrte mit seiner Länge von 200 Meter die komplette Straße nach Lachendorf. Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Gockenholz stellten den Brandschutz sicher und leuchteten mit den anderen Fahrzeugen die Einsatzstelle aus. Die Beedenbostler und Escheder Feuerwehrleute begannen mit der Rettung der acht Personen aus den zwei PKW. Diese wurden in Zusammenarbeit mit den Kräften des Rettungsdienstes aus den Fahrzeugen befreit und zum Verletztensammelplatz gebracht. Von dort erfolgte der Abtransport durch die Rettungswagen.

Gegen 20 Uhr kam es im nahe gelegenen E-Center zu einem Brandausbruch im Lagerbereich und den Sozialräumen. Im Markt befanden sich noch Kunden. Das Personal löste per Handdruckmelder die Brandmeldeanlage aus und begann sofort mit der Räumung. Die Einkäufe der Kunden blieben auf dem Band an der Kasse liegen. Am Sammelpunkt wurde festgestellt, dass zwei Mitarbeiter fehlten und dass nicht alle Kunden den Markt aufgrund der starken Verrauchung und ihrer Verletzungen verlassen konnten. Aufgrund der angenommenen weiteren zehn verletzten Personen, wurde durch die Ortsfeuerwehr Lachendorf die Alarmstufe für MANV weiter erhöht. Des Weiteren wurden die Ortsfeuerwehren Ahnsbeck, Jarnsen-Luttern-Bunkenburg, Metzingen, Hohnhorst-Bargfeld und Eldingen angefordert.

Durch die Feuerwehrkräfte wurde die Wasserversorgung über lange Wegstrecke (1000m) aufgebaut und der Brand bekämpft. Zehn Trupps gingen unter Atemschutz in das abgedunkelte E-Center vor, um die verletzten Personen zu suchen. Diese wurden im Anschluss an den Rettungsdienst übergeben. Alle verunfallten und verletzten Darsteller wurden von Dorothea Aschoff und Rolf Biedermann (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) aus Goslar mit entsprechenden Verletzungen versehen.

 

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