UNTERLÜSS. In einem Festgottesdienst am Sonntag, dem 10. Februar 2019, um 15.00 Uhr, wird Wilfried Manneke nach 23 Jahren als Gemeindepastor der ev. luth. Friedenskirche Unterlüß in den Ruhestand verabschiedet. Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart wird den Gottesdienst mit gestalten. Der Kirchenvorstand lädt öffentlich zur Verabschiedung mit anschließender Kaffeetafel in die Friedenskirche Unterlüß ein, wobei Gelegenheit besteht, auch persönlich Abschied zu nehmen. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Gospelchor „Cantate Domino“ unter der Leitung von Eike Formella gestaltet; Saxophon: Gary Rushton.

„Auch wenn ich Unterlüß schon im Februar verlasse, so beginnt mein Ruhestand dennoch erst am 1. Juni 2019.  Die Landeskirche hat mich für die letzten drei Monate meines Dienstes freigestellt, um mich ganz dem Themenbereich ‚Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus‘ widmen zu können. Nach der Verleihung des ‚Paul-Spiegel-Preises für Zivilcourage‘ im Juni letzten Jahres habe ich viele Einladungen zu Vorträgen erhalten. Hinzu kommt, dass im März ein Buch über meine Erfahrungen mit dem Rechtsextremismus erscheint: Guter Hirte, braune Wölfe (Bene!-Verlag; Verlagsgruppe Droemer Knaur). Der Verlag hat bereits bundesweit alle Buchhandlungen angeschrieben. Inzwischen erhalte ich auch schon erste Einladungen zu Autorenlesungen“, berichtet Manneke.

Im „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ werde er weiterhin mitmachen und er bleibe auch über den Ruhestandsgrenze hinaus Vorsitzender der „Initiative´Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus- in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers“. Pastor i.R. Helmut Grimmsmann (Hermannsburg) wird die Unterlüßßer Gemeinde bis Juni versorgen.

Wilfried Manneke, geboren 1953 in Delmenhorst, verheiratet, vier Söhne, machte sein Vikariat in Oldenburg, Kapstadt (Südafrika) und Varese (Italien). Am 1. Mai 1983 wurde er in Oldenburg-Ofenerdiek ordiniert, danach war er zwölf Jahre als EKD-Auslandspfarrer in Eshowe (Südafrika) und Vanderbijlpark (Südafrika) tätig, in deutsch- und englischsprachigen Gemeinden.

Seit dem 1. September 1995 ist er Gemeindepfarrer der Ev.-luth. Friedenskirche in Unterlüß. Er war auch Vorsitzender des Kirchenvorstandes (1995 – 2018). In Celle war von 2006 – 2018 Vorsitzender des Kirchenkreistages. Darüber hinaus verantwortete er im Kirchenkreis dreizehn Jahre die Südafrika-Partnerschaftsarbeit und ist seit 21 Jahren auch als Feuerwehr- und Notfallseelsorger im Einsatz. Er ist Mitgründer des „Bündnis Arbeitssuchender in Niedersachsen“ (BAN). Dieses Engagement hat sich ergeben aus seiner langjährigen Betreuung eines „Stammtisch für Erwerbslose“ in Unterlüß. Er ist auch Gründungsmitglied des „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ und der „Initiative ´Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus´in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers“.

Persönlicher Wahlspruch:
„Fürchte dich nie, nie, niemals davor, das zu tun, was richtig ist, speziell dann, wenn das Wohl eines Menschen oder eines Tieres auf dem Spiel steht. Die Strafe der Gesellschaft ist nichts verglichen mit den Wunden, die wir unseren Seelen zufügen, wenn wir wegschauen.“  (Martin Luther King)

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