OLDENBURG/CELLE. Reisen und Emotionen gehören zusammen – die Sehnsucht nach unbekannten Regionen, die Lust auf Erlebnisse und das Entfliehen vom Alltag. Es bedarf keiner Experten, um das zu wissen. Gleichzeitig wird ein Gefühl von Zuhause im Urlaub immer wichtiger. „Bock auf Heimat” – Was steckt dahinter? Welche Erwartungen haben inländische und ausländische Gäste an Niedersachsens Gastgeber? Und wie lassen sich die Bedürfnisse bei Heimatgefühlen und Fernweh in Einklang bringen?

„In einer globalisierten Welt, in der sich alles immer schneller dreht, wächst die Sehnsucht nach dem Beständigen. Die seit Jahren steigenden Ankunfts- und Übernachtungszahlen verdeutlichen es: Niedersachsen ist bei Urlaubern beliebt, insbesondere bei Urlaubern aus dem Inland. Der Gast möchte ankommen und sich geborgen fühlen, kurz: er hat wieder ‚Bock auf Heimat‘ im Urlaub. Und das kann Niedersachsen im Tourismus für sich nutzen”, erläutert Martin Exner, Sprecher der Federführung Tourismus der IHK Niedersachsen.

Der 17. Tourismustag Niedersachsen, der heute und morgen in Oldenburg stattfindet, liefert Ideen und Praxistipps und schaut über den Tellerrand hinaus. Der österreichische Markenstratege Martin Schobert spricht über Service-Design und darüber, warum „magische Momente” für Gäste und Gastgeber wichtig sind. Wie vielfältig und aktuell der Begriff „Heimat” ist, zeigen die Themen der Foren wie Qualitätsbewusstsein, Erreichbarkeit ländlicher Regionen, Gastronomie- und Foodtrends sowie die Frage nach dem Nutzen und Umgang mit Bewertungsportalen und Online-Blogs.

Das Grußwort der Landesregierung spricht Ralf Borchers, Abteilungsleiter Mittelstand im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Er bekräftigt die Bedeutung des Tourismus für Niedersachsen. In die Zukunft gerichtet betont er aber auch, dass die derzeitige Dynamik mit stetigen Zuwächsen bei den Übernachtungs- und Ankunftszahlen voraussichtlich nicht so anhalten werde, da die aktuelle Reiselust stark durch politische Ereignisse in Zielgebieten beeinflusst werde. Gleichzeitig hebt er die Notwendigkeit einer qualitäts- und marktorientierten Produktentwicklung in den Tourismusstandorten hervor, die durch die Tourismusförderung des Landes weiterhin möglich sei. Für die Förderung touristischer Projekte stehen in der laufenden Förderperiode 2014-2020 rund 32 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Einladung zum Tourismustag Niedersachsen sind mehr als 200 Touristiker und Vertreter aus Politik und Wirtschaft gefolgt. Die Veranstaltung wird von der IHK Niedersachsen in Kooperation mit dem DEHOGA Niedersachsen, der TourismusMarketing Niedersachsen, dem Heilbäderverband Niedersachsen, der Sparkassenorganisation und dem Tourismusverband Niedersachsen organisiert, ideell unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände.

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