HANNOVER. Zu einem Gespräch mit Niedersachsens Gesundheits- und Sozialministerin Carola Reimann trafen sich VdK-Geschäftsführer Holger Grond und Landesvorsitzender Friedrich Stubbe, um Nachbesserungen zu den geplanten sozialpolitischen Änderungen zu besprechen.

Ein Thema waren die Neuerungen bei der Mütterrente. Ab Januar 2019 erhalten Mütter von vor 1992 geborenen Kindern einen halben Rentenpunkt mehr, also 2,5 Punkte. Die zuvor geplante „Ungleichbehandlung“, wonach Rentenpunkte nach Anzahl der Kinder zugewiesen werden sollten, hatte der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen scharf kritisiert. Die jetzige Anhebung sei demnach ein erster Schritt in die richtige Richtung. „Wir werden uns aber weiter für eine vollständige Angleichung mit drei Rentenpunkten stark machen“, erklärte VdK-Chef Friedrich Stubbe. Ein Rentenpunkt im Westen entspricht zurzeit bei 32,03 Euro.

Die Ministerin plant laut VdK zudem, den Pflege-Beruf attraktiver zu gestalten. So sollen Auszubildende im zweiten Jahr zwischen einer europaweit anerkannten Pfleger-Ausbildung und einer Spezialisierung auf Kinderkranken- oder Altenpflege wählen können. VdK-Geschäftsführer Holger Grond mahnte an, dass mit der Attraktivität des Pflegeberufes auch eine bessere Bezahlung einhergehen müsse. Diese zusätzlichen Kosten dürfen nach Meinung des VdK aber nicht auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden, die schon jetzt für den Großteil der Kosten selbst aufkommen müssen und damit finanziell überfordert seien. Immer mehr Heimbewohner müssten bereits Hilfe zur Pflege beantragen. Er verwies dabei auf die Forderung des VdK, dass mittelfristig alle pflegerischen Leistungen von der Pflegekasse übernommen werden sollten.

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