CELLE. Im Rahmen der derzeit laufenden Ausstellung werden folgende Veranstaltungen in der Celler Synagoge angeboten:

aron ha-kodesch – Zur Geschichte und Entwicklung des Toraschreins im deutschsprachigen Raum an.

Als Aufbewahrungsort für die Torarollen ist der aron ha-kodesch, der Toraschrein, eines der am kunstvollsten gestalteten Ausstattungsgegenstände einer Synagoge. Seine Tradition weist weit in die Zeit der Entstehung antiker Synagogen zurück – weit vor die Zeit christlicher Kirchen. Seither bildet der Schrein einen eigenen Bautyp aus, der über die Jahrhunderte hinweg in Aussehen, Gestaltung und Konstruktion den zeitgenössischen Gepflogenheiten angepasst wurde. Mit den beiden Toraschreinen der barocken Synagogen in Celle (1740) und Hornburg (1762–66) sind zwei der bedeutendsten jüdischen Sachzeugnisse im norddeutschen Raum erhalten.

Dipl.-Ing. Mirko Przystawik von der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig, gibt einen anschaulichen Überblick über die Geschichte und Entwicklung dieses Bautyps im deutschsprachigen Raum.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24
Vortrag:               Donnerstag, 11. Januar 2018, 19.00 Uhr
Referent:            Dipl.-Ing. Mirko Przystawik, Bet Tfila, TU Braunschweig
Veranstalter:    Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

„Da ersticken Schreie …“ – Eine Bilderfolge der Grafikerin und Zeichnerin Lea Grundig zum Schicksal der Juden in Deutschland und Europa

Anlässlich des Gedenkens an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 zeigen wir in der Synagoge eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin Lea Grundig. Der aus Dresden stammenden jüdischen Künstlerin gelang die Flucht in das britische Mandatsgebiet Palästina. Dort angekommen, beschäftigte sie sich mit den Geschehnissen im Nationalsozialismus.

Zu sehen sind hochwertige Reproduktionen von 17 Tuschpinselzeichnungen, die in der Zeit um 1943 im Exil entstanden und 1944 zunächst in Palästina und erneut 1947 in Dresden in Buchform publiziert wurden. Die meisten der 17 Blätter gelten heute als verschollen. Die Ausstellung erhellt somit einen kleinen, aber wichtigen Ausschnitt aus dem Gesamtschaffen von Lea Grundig.

Lea Grundig hat – wie kaum eine andere deutsche Künstlerin – mit ihrem Wirken den Leidensweg der Juden in Deutschland und in Europa dokumentiert und kämpferisch begleitet. Als selbst von den Nationalsozialisten Verfolgte und Vertriebene schuf sie beeindruckende Bilder des Grauens, aber auch der Hoffnung.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24
Eröffnung:          Samstag, 27. Januar 2018, 19.00 Uhr
Laufzeit:              28. Januar bis 22. April 2018
Einführung:       Dr. Maria Heiner, Dresden
Veranstalter:    Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.