HANNOVER. Anlässlich des UNESCO-Weltlehrertages am 5. Oktober wünscht sich der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL/VDR statt wohlklingender Wahlkampfreden endlich spürbare Entlastungen.

„Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen leisten alle Lehrerinnen und Lehrer neben ihrer eigentlichen Profession, dem Unterrichten, umfassende gesellschaftspolitische Aufgaben. Diese bestehen im Alltag aus einer Kombination von Sozial- und Familienarbeit, Krisenmanagement, Psychologie und Therapie und dem Unterrichten. Hinzu kommen weiterhin bürokratische Aufgaben wie das Erstellen von Dokumentationen und Konzepten aller Art sowie die Integration der Flüchtlingskinder, die weitere Umsetzung und Ausgestaltung der Inklusion sowie die Weiterentwicklung des Ganztages“, stellt Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender, fest.

Niedersachsens Lehrerinnen und Lehrer erwarten gerade jetzt von den zur Wahl stehenden Parteien im Landtagswahlkampf nicht nur wohlklingende Ankündigungen, sondern auch das Einhalten und die Umsetzung dieser Versprechungen nach der Wahl. Es muss endlich zu konkreten, spürbaren Entlastungen im Schulalltag kommen.

Für den VNL/VDR ist es kein Wunder, dass immer weniger junge Menschen den Lehrerberuf ergreifen wollen. „Wir in Niedersachsen erleben gerade, dass nicht mehr alle ausgeschriebenen Lehrerstellen besetzt werden können. Das liegt nicht nur an der mangelnden Attraktivität, sondern auch an der geringen Wertschätzung des Lehrerberufes in der Gesellschaft“, so Busch.

„Alle Lehrerinnen und Lehrer freuen sich über jedes Lob und jede Anerkennung ihrer Arbeit, brauchen aber auch beste Rahmenbedingungen, die ihre verantwortungsvolle Arbeit unterstützen. Ein Schlüssel zum Erfolg guter Schule ist die Wertschätzung des Lehrerberufes durch Politik und Gesellschaft. Das gilt nicht nur am Weltlehrertag und vor Landtagswahlen“, so Busch abschließend.

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