Verband Niedersächsischer Lehrkräfte reagiert auf Minister-Statement zur Unterrichtsversorgung

Politik Von Redaktion | am Fr., 21.06.2019 - 17:38

HANNOVER. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte nimmt Stellung zur voraussichtlichen Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr: „Wir sind bestürzt über die Aussagen unseres Kultusministers Grant Hendrik Tonne zur Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr 2019/2020. Seine Ausführungen – für die nicht-gymnasialen Schulen wie Haupt-, Real- und Oberschulen ist eine weiterhin schwierige Unterrichtsversorgung zu erwarten – zeigen die Hilflosigkeit der Landesregierung. Anstatt rechtzeitig den Lehrerberuf attraktiver zu gestalten und die hohe Arbeitsbelastung der Lehrkräfte spürbar zu senken, sind weitere Belastungen statt Entlastungen zu erwarten. Die wieder notwendigen Abordnungen insbesondere von den Gymnasien an die nicht-gymnasialen Schulformen werden weiterhin für viel Unruhe an den Schulen sorgen. Wir sind sehr von der Planlosigkeit unserer Landesregierung enttäuscht. Die teilweise prekäre Lage an den Schulen wird wohl auch im nächsten Schuljahr weiterhin bestehen bleiben“, fürchtet VNL/VDR-Landesvorsitzender Torsten Neumann.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat heute laut VNL/VDR im Landtag mitgeteilt, dass es im nicht-gymnasialen Bereich (Haupt-, Ober- und Realschulen) wieder zu Schwierigkeiten bei der Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr geben wird. Als Alternative zu der mangelhaften Bewerberlage im Sek-I-Bereich sehe er nur Abordnungen und letztlich Mehrbelastungen der Lehrkräfte im Dienst.