WATHLINGEN. Kürzlich haben die Mitglieder des Vereins UmweltSenioren aus Hannover zusammen mit anderen Umweltinteressierten die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen besucht. Der Kontakt ist vor einigen Monaten durch die Biologin Dr. Renate Schulz zustande gekommen.

Hintergrund sind die Berichte in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung über die diversen Probleme im Zusammenhang mit Kalihalden und Haldenabdeckungen in Niedersachsen. Besonders interessiert waren die Teilnehmer an den kürzlich bekanntgewordenen Sackungen im Bereich der Haldenabdeckung Sehnde.

Dem Wunsch nach näheren Informationen zu den genannten Problemen und der geplanten Abdeckung in Wathlingen ist die BI Umwelt gern nachgekommen. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit sieht die BI in der Information der Öffentlichkeit und der Politik.

Nach einem umfassenden Vortrag und der anschließenden Diskussion, die das große Informationsbedürfnis deutlich gemacht habe, folgte eine Besichtigung der Kalirückstandshalde Wathlingen.

„Die Besucher aus Hannover nahmen verwundert zur Kenntnis, dass Politik und Behörden es seit Jahren zulassen, dass die Halde hier in Wathlingen, vermutlich ohne Basisabdichtung und in das Grundwasser eingesunken, einfach so herumliegt – und das, obwohl sich in direkter Nähe das wertvolle Naturschutzgebiet Brand befindet.
Dass seitens des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) nicht viel mehr Informationen zu diesen Problemen veröffentlicht werden und die BI sogar schon mithilfe eines Rechtsanwaltes darum kämpfen musste, stieß auf Unverständnis“, wusste die Bürgerinitiative zu berichten.

Und weiter: „Überhaupt nicht verstehen konnten die Anwesenden, dass die Gemeinde Wathlingen, die ihr gehörenden Grundstücke nicht einsetzt, um anstelle der Haldenabdeckung eine nachhaltige Lösung für die Halde zu erwirken. Beeindruckt waren die Zuhörer nach eigener Aussage von der fundierten Arbeit der BI.“

„Gut, dass sich jemand um dieses Thema kümmert“, so ein Teilnehmer. „Es kann doch nicht sein, dass durch die Salzhalden in Niedersachsen, ob abgedeckt oder nicht, das Grundwasser unbrauchbar gemacht und wertvolle Naturbereiche geschädigt werden.“ Ein Teilnehmer ergänzte, dass am Steinhuder Meer durch die K+S Halde auf lange Sicht sogar ein international bedeutendes Vogelschutzgebiet bedroht sein soll.

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