WINSEN/ALLER. Nach einem vermeintlichen Überfall auf eine Frau in Winsen wurde das Verfahren eingestellt. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft Celle auf Nachfrage von CELLEHEUTE.

Der Fall beschäftigte Ende August vergangenen Jahres die Polizei und schlug hohe Wellen in den sozialen Medien, sogar eine Belohnung wurde ausgelobt. Damals sei eine Frau in Winsen nach dem Schützenfestbesuch von einem Unbekannten angegriffen worden. Aber weder zum Tatzeitpunkt noch zum Hergang konnte das Opfer konkrete Angaben machen. Auch eine Täterbeschreibung lag nicht vor – trotzdem teilten viele die Angaben hundertfach über WhatsApp oder Facebook. Obendrein hatten der Fanfarenzug Winsen und Bürgermeister Dirk Oelmann eine Belohnung für Hinweise zugesagt.

Das Geld kann nun gespart werden, denn die Ermittlungen hatten nicht zur Ermittlung eines Tatverdächtigen geführt. „Nach den Angaben eines Zeugen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Geschädigte sich die Verletzungen durch einen Sturz ohne Fremdverschulden zugezogen hat. Nach der Einschätzung eines Rechtsmediziners sei das Verletzungsbild mit den Folgen eines Sturzgeschehens vereinbar“, so Lars Janßen, Sprecher der Celler Staatsanwaltschaft gegenüber CELLEHEUTE.

Schon damals hatte die Polizei Zweifel. „Warum das Opfer davon ausgeht, dass sie überfallen wurde, wissen wir nicht“, hieß es im frühen Stadium der Ermittlungen. Sie war allerdings verpflichtet, diese durchzuführen.

720 Euro Belohnung für Hinweise zu einem mutmaßlichen Täter

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