Das Teehaus von Gut Rixförde in Hambühren verbindet gekonnt die klassische Architekturlehre mit einigen technischen Innovationen der Bauzeit. Der Auftraggeber des Gartenpavillons, Major Oskar Barckhausen, war als Kommandant des 9. Preußischen Husarenregimentes eine wichtige Person der Zeitgeschichte, und eine der Personen, die Gut Rixförde wesentlich geprägt haben. Seine private Freundschaft zum Kronprinzen von Preußen brachte ihm den Kontakt zu Paul Schultze-Naumburg, einem der bekanntesten Architekten seiner Zeit, der 1910/11 die Entwürfe für das Teehaus in Rixförde lieferte.

Rixfroede 19Nachdem Barckhausen gefallen war, erwarb Willy Tischbein, Generaldirektor der „CONTINENTAL-Werke AG“, das gesamte Anwesen. Auf Rixförde veranstaltete er große Gesellschaftsjagden, an denen zahlreiche bekannte Personen der Zeitgeschichte teilnahmen, so zum Beispiel auch Reichspräsident Paul von Hindenburg. Ausgangspunkt für diese Veranstaltungen war oft das Teehaus, wo man zur Stärkung vor und nach der Jagd warme Getränke vor dem offenen Kamin genoss.

Seit Jahren ist das Teehaus in einem baulich sehr schlechten Zustand und muss für den Erhalt vollständig saniert werden. Im ersten Bauabschnitt soll die Reparatur des Dachstuhls erfolgen. Nach der Sanierung des herausragenden Denkmals ist eine kulturelle Nutzung durch die neuen Eigentümer des Denkmalkomplexes Rixförde geplant.
Heute übergab Peter Baresa, Leiter der VGH Regionaldirektion Celle, eine Förderung in Höhe von 15.000. Das Fördergeld soll der Teil-Sanierung des historischen Gartenpavillons dienen.

„Die Sanierung des historischen Gartenpavillons auf Gut Rixförde ist ein wesentlicher Baustein zum Erhalt der niedersächsischen Denkmallandschaft. Die VGH-Stiftung unterstützt den Erhalt dieses architektonischen Kleinods sehr gerne“, so Peter Baresa zum Förderengagement der Stiftung.

Die VGH-Stiftung fördert in Niedersachsen und Bremen Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Mildtätigkeit und Kultur mit den Schwerpunkten Denkmalpflege, Bildende Kunst und Literatur. Hinter diesen Überschriften verbergen sich vielfältige Jugendprojekte in Museen und Bibliotheken, Literatur- und Kunstvermittlungsprogramme, die Restaurierung historischer Gärten, wertvoller Bücher und Archivalien oder die Unterstützung von Hospizarbeit. Insbesondere die Vermittlung kultureller Werte an Kinder und Jugendliche steht im Vordergrund. Dabei ist die Stiftungsarbeit immer eng verbunden mit der jeweiligen Region.

Fotos: Peter Müller

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