CELLE. Eine blinde Tänzerin, die in einem Nachtklub nackt vor Männern auftritt; ein Leichenbestatter, der sich mehr für die Toten als für seine Frau interessiert; eine Frau, die vorgibt, die Mutter eines Amokläufers zu sein und sich bei den Opfern entschuldigt – in dem Theaterstück UNSCHULD der Gegenwartsautorin Dea Lea werden zehn Geschichten von gesellschaftlichen Grenzgängern vorgestellt. Zehn Schicksale, die mit eindringlicher Intensität die kleinen Alltäglichkeiten, aber auch die großen Menschheitsfragen widerspiegeln und am Ende miteinander verwoben sind.

Die Theatergruppe der vhs Celle unter Leitung von Carsten Dettbarn hat sich des anspruchsvollen Stückes angenommen und die Eigenheiten der einzelnen Figuren mit Sorgfalt herausgearbeitet. Die Melancholie und Abgründe des alltäglichen Wahnsinns kommen ebenso zum Ausdruck wie der immer wieder aufflackernde Humor – wie im wahren Leben eben.

Die Aufführung UNSCHULD der vhs-Theatergruppe ist in „Kunst & Bühne“ am Samstag, 16. September, um 19.30 Uhr, am Sonntag, 17. September, um 17.00 Uhr und am Dienstag, 19. September, um 19.00 Uhr zu sehen. Karten sind für 10 Euro im Vorverkauf erhältlich bei der vhs Celle, Trift 20, und an der Abendkasse.

Dea Loher zählt zu den meistgespielten Gegenwartsautorinnen. Mit ihrer kraftvollen bis poetischen Sprache behandelt sie die großen Fragen: von Glück und Unglück, Schuld, Sprachlosigkeit, Gott. Loher wurde in diesem Jahr mit dem Joseph-Breitbach-Preis für deutschsprachige Literaten ausgezeichnet.

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