Vielfalt live und mit Herz – die CD-Kaserne stellt ihr Herbstprogramm vor

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 19.08.2019 - 22:26

CELLE-NEUENHÄUSEN. Wo „CD-Kaserne“ draufsteht, ist auch CD-Kaserne drin – manchmal mehr und gelegentlich auch weniger. Austragungsort ist das Kulturzentrum in jedem Fall, bei einigen Events stellt es allerdings nur das Gebäude samt Equipment zur Verfügung, so zum Beispiel bei der „Welt der Dinosaurier“ am 21./22. September – eine Premiere in der Residenzstadt. Ebenfalls von externen Veranstaltern werden die Inszenierung „Dark Room – Blindflug ins All“ am 26. September sowie das Literaturfest Niedersachsen am 19. September ausgerichtet.

„Auf beide freue ich mich sehr“, sagt der Geschäftsführer der Kaserne, Kai Thomsen, anlässlich der Präsentation des Herbstprogramms. Bei dem von der VGH-Stiftung initiierten Literaturfest besteht die Möglichkeit, Einblicke, die Besucher beim Highlight der Saison, dem Großen Sommerfest am kommenden Wochenende, gewinnen können, zu vertiefen. Denn sowohl bei dem einen wie dem anderen kulturellen Ereignis werden weitere Einrichtungen, die sich auf dem Gelände der früheren Cambridge Dragoners befinden, als Austragungsort dienen. Die Werkstatt des Graffiti-Künstlers, Jörg Pippirs, wird dann beispielsweise zu einem Leseforum unter dem Motto „Von Weltenrettern und Alltagshelden“. Insgesamt vier unterschiedliche Plätze werden zur Kulisse für die Wandel-Lesung innerhalb des Literaturfestes Niedersachsen. Der „Blindflug ins All“ kommt zwar mit einem „Dark Room“ aus, wird jedoch auch im Rahmen einer landesweiten Reihe, den Niedersächsischen Musiktagen, von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung präsentiert. Ein weiterer Akteur auf dem Feld des Celler Kulturlebens ist die Dapper Entertainment GmbH, die unter dem Dach von „Kultur querbeet – Pastinaken & Poeten“ mit „Miss Allie – mein Herz und die Toilette“ am 5. September an den Start geht.

Comedy und Musik
Vom Team der CD-Kaserne ausgewählt wurden hingegen: Fips Asmussen, „Humor-Power Nonstop“, am 8. September; Comedian Özcan Cosar am 12. September; Ausbilder Schmidt am 25. September; der aus dem Radio bekannte „Schlüssel-Schorse“ am 28. September; die „Bösen Schwestern“ am 4. Oktober; Comedian Thorsten Bär am 24. Oktober; die Theaterinszenierung „Ladies Night“ am 30. Oktober. Der Puppenspieler Michael Hatzius wird am 20. Oktober zu Gast sein.

„Da wir mittlerweile mit der Halle 13 einen kleineren Saal zur Verfügung haben, können wir ausprobieren“, sagt die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Stefanie Fritzsche. Stefan Waghubinger ist zwischen Comedy und Kabarett einzuordnen, er wird mit seinem Soloprogramm „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“ in dem neuen kleinen Saal auftreten.

Musikalisch setzt die Kaserne auf Bewährtes: Denis Fischer wird deutschlandweit gefeiert für seine Interpretation von Leonhard Cohen, auch in Celle gastierte er bereits. Am 2. Oktober singt Fischer wieder Cohen, allerdings nicht nur die bekannten Stücke. „Er hat neue Songs im Gepäck“, merkt Thomsen an. Wenige Tage später geht es virtuos weiter: Das Quartett der „Internationalen Nacht der Gitarren“ macht wieder Station in der Herzogstadt. Weitere musikalische Acts sind die Band „Ohrenfeindt“ am 5. Oktober und die A-Cappella-Virtuosen „Maybebop“ am 31. Oktober.

Großes Sommerfest am Wochenende
Wer Näheres über die Veranstaltungen erfahren und eventuell direkt Tickets buchen möchte, hat in seinem persönlichen Festprogramm am kommenden Sonntag Gelegenheit dazu. Am 25. August startet um 11 Uhr das Große Sommerfest des Kulturzentrums. „Tickets und Infos zu allen Veranstaltungen können erworben bzw. eingeholt werden“, betont Stefanie Fritzsche.

Die Planung der Kaserne geht jedoch schon weit über Sommer und Herbst hinaus. Der Kartenvorverkauf für Günther, den Treckerfahrer, am 8. Mai 2020 in der Congress Union, hat bereits begonnen. „Manche Events sind schon kurz vor ‚ausverkauft‘“, merkt Fritzsche an: Für Wolfgang Trepper am 15. November sind nur noch ca. 50 Resttickets verfügbar; „die feisten“ treten am 7. Dezember in der großen Halle auf, bis auf drei Tickets ist die Performance ausverkauft; für Ralph Ruthe am 6. Dezember ist die Halle 16 zu klein geworden, es wird gewechselt in die große Halle, Tickets sind daher noch erhältlich; für „basta“ am 19. Dezember sind ebenfalls bereits mehr als die Hälfte der Karten verkauft; das Herdensingen XXL findet am 3. Januar 2020 in der großen Halle statt, es gibt nur noch wenige Plätze.

„Ein überaus umfangreiches Programm“, sagt Kai Thomsen und verweist auf den neuen Slogan: „Vielfalt live erleben und mit Herz“.

Text: Anke Schlicht