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Celle

„Kitas sind beitragsfrei“ – Kultusminister Grant Hendrik Tonne besucht Stadt und Landkreis

08.06.2018 - 10:51 Uhr     Monika Wille    0

CELLE/NIENHAGEN: Von „Wir sprechen Klartext: nachhaltig und sicher mobil!“ in der CD-Kaserne über das Eröffnungskonzert der 18. Niedersächsischen Landesbegegnung „Schulen musizieren“ in der Congress Union bis hin zur Veranstaltung „Auf ein Wort“ im Hagensaal in Nienhagen erwartete Kultusminister Grant Hendrik Tonne zahlreiche Begegnungen mit Bürgern aus Stadt und Landkreis Celle.



Unsere Residenzstadt ist Tonne gut vertraut, da er sein zweites juristisches Staatsexamen in Celle abgelegt hat. Für den Landeswettbewerb zur Mobilität waren die knapp 400 bestehenden „Mofa-AGs“, an denen jeweils 10 – 15 Schüler teilnehmen, aufgerufen, ihre Ideen und Gedanken einzureichen. Der Kultusminister zeigte sich sehr angetan von der Vielfalt der eingegangenen Vorschläge aus den Bereichen Klimaschutz, E-Mobilität, intelligente Mobilität in Stadt und Land, Sharing Economy, Ablenkung durch Handys und Sicherheit im Straßenverkehr ohne Alkohol und Drogen. „Für die Jury keine leichte Aufgabe, einen Sieger zu küren“, so Tonne. Nach der Mobilität ging es für ihn in der Congress Union musikalisch weiter. Mit seinem Grußwort gab er das Startzeichen für das Eröffnungskonzert der 18. Niedersächsischen Landesbegegnung „Schulen musizieren“.

Am Abend unter dem Motto „Auf ein Wort“ stand in Nienhagen die Bildungspolitik im Fokus. Viele Schulleiter, Lehrer und Erzieher hatten sich auf den Weg gemacht, um dem Minister ihre konkreten Fragen zu stellen und Anregungen mit auf den Weg zu geben. So wurden die Problemstellungen bei der integrativen Beschulung ebenso angesprochen, wie die Schwierigkeiten, die das „Kaskadenmodell“ (Lehrer aus höherrangigen Schulformen werden als Springer in untergeordneten Schulformen eingesetzt) für die Schulen und die einzelnen betroffenen Lehrer beinhaltet.

Im Bereich der Kindergärten versicherte der Kultusminister, dass der Beschluss zur Beitragsfreiheit am 20. Juni getroffen werde und etwaige bereits ergangenen Gebührenbescheide damit hinfällig würden und vom Träger wieder einzuziehen seien. Auch wenn Tonne nicht zu jeder einzelnen Frage eine konkrete Antwort geben konnte, so gab er allen sein Versprechen, sich darum kümmern zu wollen, und sich in den kommenden Gesprächen für eine möglichst gerechte und gute Bildungspolitik für alle einsetzen zu wollen. Nach der Sommerpause sei geplant, mit einem Projekt unter dem Arbeitstitel „Bildung 2040“ zu starten, in dem losgelöst vom Zeitdruck einer Legislaturperiode darüber diskutiert werden soll, wie die Bildung der Zukunft auszusehen hat und wie unser Land sich dafür aufstellen muss.

Abschließend erklärt Tonne: „Es war schön, mal wieder in Celle gewesen zu sein, die herausragenden Ergebnisse der intensiven Arbeit an den Schulen bei den beiden Landeswettbewerben zu erleben. Aber vor allem der direkte Austausch am Abend, bei dem deutlich wurde, wo der Schuh drückt, haben mir für meine Arbeit eine Menge mit auf den Weg gegeben.“

Fotos: Peter Müller

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