Vom Bäcker zum KZ-Kommandanten: Die „erstaunliche“ SS-Karriere von Adolf Haas

Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 07.11.2016 - 16:57

BERGEN-BELSEN. Der erste Kommandant des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, Adolf Haas, entsprach so gar nicht dem Bild der sich selbst als nationalsozialistische Elite verstehenden hohen SS-Offiziere. Der aus dem Westerwald stammende, gelernte Bäcker galt innerhalb der SS für Führungsfunktionen als nicht geeignet. Warum konnte Haas gleichwohl in der SS-Hierarchie aufsteigen und zum KZ-Kommandanten ernannt werden, zunächst in der Wewelsburg/Niederhagen und dann in Bergen-Belsen? Verhielt er sich hier als fanatischer „Judenfresser“ oder als desinteressierter Mitläufer des Regimes? Und warum wurde er Ende November 1944 als Kommandant des KZ-Bergen-Belsen abgelöst und zur Waffen-SS an die Front versetzt?

Diesen Fragen geht der junge Historiker Jakob Saß aus Berlin, der kürzlich eine erste biographische Skizze zu Adolf Haas veröffentlich hat, in einem Vortrag in der Gedenkstätte Bergen-Belsen am Sonntag, den 13. November 2016 nach. Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.