CELLE. „Es war ein arbeitsreicher Anfang“, so titelte einst die CZ im Jahr 1982, als es darum ging, den Tätigkeitsumfang des ersten Seniorenbeirates zu skizzieren. Ein Blick in Unterlagen längst vergangener Zeiten verrät: Viele Themen sind noch aktuell. Erster Vorsitzender Adolf Freiling berichtete im Zuge der Delegiertenversammlung am 4.11.1982 von dem Wunsch jüngerer Mütter, einen „Oma-Hilfsdienst“ einzurichten, voll belegten Heimen und den daran geknüpften finanziellen Sorgen. Bereits zu seiner Zeit trugen ältere Mitbürger dem Seniorenbeirat ihr Ärgernis über schlechte Verkehrsbedingungen vor. Ein Blick ins Jahr 2017 zeigt, dass es sich um eine Berichterstattung vergangener Woche handeln könnte. Während diese und viele andere Themen häufig im Hintergrund abliefen, so verhielt es sich 2006 mit dem sogenannten „Heimskandal“ weniger still. Seinerzeit setzte sich der Seniorenbeirat vehement für die Aufklärung eines Sachverhaltes ein, bei dem es um die Verwendung abgelaufener Nahrungsmittel in einem Celler Heim ging.

Im gleichen Jahr startete das Kooperationsmodell „Seniorenkino“ unter der Federführung des Seniorenbeirates und der Stadt Celle – heute, rund zehn Jahre später, gehört das Seniorenkino zu einem festen Bestandteil in der Terminplanung der Generation Ü60.

Fester Bestandteil, aber unter einem ganz anderen Gesichtspunkt, ist auch die mittlerweile in vielen Haushalten zu findende Vorsorgevollmacht einschließlich Patienten- und Betreuungsverfügung. Die immer wieder aktualisierte Vorlage des Seniorenbeirates wird seit Jahren von den Bürgern mehr als gut angenommen. In der wöchentlichen Sprechzeit bietet der Seniorenbeirat Unterstützung und hilfreiche Tipps zum Ausfüllen an.

Damals wie heute sind es sieben Ehrenamtliche, welche sich für die Interessen der Generation 60+ in Celle einsetzen und es auch in Zukunft tun sollen – seit dem 1. Juni läuft das Bewerbungsverfahren für die Wahl eines neuen Seniorenbeirates. „Das Verfahren ist so kompliziert nicht“, sagt Wolfgang Ruff, erster Vorsitzender des noch amtierenden Seniorenbeirates. „Mit der Abgabe der Bewerbungsunterlagen, insbesondere der dazu gehörigen Unterstützerliste, hat jede Seniorin und jeder Senior mit Erstwohnsitz in Celle das Recht, in der Wahlversammlung am 25.10.2017 einen neuen Seniorenbeirat zu wählen. Die sogenannten Delegierten stimmen dafür geheim auf einem Wahlzettel ab. Wer sich für einen Sitz im Vorstand aufstellen lassen möchte, kann dies im Rahmen der Wahlversammlung kundtun und wird auf dem Stimmzettel vermerkt.“

Das Bewerbungsverfahren um einen Sitz in der Delegiertenversammlung läuft noch bis zum 3. Juli 2017. „Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie mit!“, so das Motto von Katja Rautenberg, welche die Wahl bei der Stadt begleitet. Sie betont: „Es handelt sich um ein sehr vielfältiges und interessantes Ehrenamt. Wer sich nicht für einen Posten im Seniorenbeirat zur Verfügung stellen möchte, begleitet dessen Arbeit in der neuen Wahlperiode und wird als Delegierter mit interessanten Informationen versorgt. Letztlich entscheidet jeder selbst, wieviel er leisten kann und möchte. In einer Stadt mit rund 20.000 Menschen der Altersklasse 60+ ist ein Seniorenbeirat ein unverzichtbares Muss!“

Erhältlich sind die Unterlagen in den Countern der Rathäuser, beim Seniorenbeirat, unter www.celle.de/Seniorenbeiratswahl und telefonisch bei Katja Rautenberg unter 12 5108, welche außerdem zum Tätigkeitsfeld des Seniorenbeirates Auskunft erteilen kann.

SBR Weykopf SBR Bantelmann

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