HANNOVER. Morgen beginnen in Niedersachsen die Sommerferien. Dann heißt es für viele wieder: Ab in den Urlaub. Doch von der Reiseplanung bis zur Rückkehr kann vieles schief gehen. Was ist etwa bei der Online-Buchung zu beachten? Welcher Versicherungsschutz ist sinnvoll? Und welche Rechte haben Verbraucher bei Flugverspätungen oder wenn zugesagte Leistungen nicht ein-gehalten werden?

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen zeigt, worauf Urlauber achten sollten und was bei Verspätungen und Reisemängeln zu tun ist.

Buchung im Internet: Reisen online zu buchen, ist einfach und bequem. Was viele jedoch nicht wissen: Bei Reise- und Beförderungsverträgen besteht grundsätzlich kein Widerrufsrecht – auch nicht bei Online-Buchungen! Kunden sollten Preise und Leistun-gen daher sorgfältig vergleichen und auf mögliche Zusatzkosten achten. Denn: Ver-meintlich günstige Angebote sind oft keine Schnäppchen. Bewertungen können bei der Auswahl des Hotels helfen, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Da sie mitunter ge-fälscht sind, sollten immer verschiedene Portale zu Rate gezogen werden.

Versicherungsschutz: Bei Reisen ins Ausland ist eine Auslandsreisekrankenversicherung für gesetzlich Krankenversicherte unverzichtbar. Sie deckt auch Kosten für Kranken- oder Rücktransporte ab. Privatversicherte sollten überprüfen, ob ein Rücktransport mitversichert ist und gegebenenfalls eine Zusatzpolice abschließen. Für lange im Voraus gebuchte, teure Reisen sowie bei Reisen mit Kindern oder Senioren kann zudem eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchkostenversicherung sinnvoll sein. Die Basisleistungen beinhalten die Stornokosten vor Reiseantritt, wohingegen die Reiseabbruchkosten nicht bei allen Verträgen übernommen werden. Hier ist es wichtig, die Tarife und Konditionen zu vergleichen: Werden etwa Mehrkosten einer veränderten Rückreise abgedeckt und nicht in Anspruch genommener Reiseleistungen erstattet?
Nicht empfehlenswert sind hingegen Reisegepäckversicherungen, denn hier gilt in der Regel die eigene Sorgfaltspflicht: Wer sein Gepäck nicht stets im Blick behält, verliert den Versicherungsschutz. Auch eine Reisehaftpflichtversicherung oder Reiseunfallversicherung ist meist unnötig.

Zahlungsmittel auf Reisen: Wer ins Ausland reist, sollte mehrere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung haben. Bargeld gehört jedoch zur Grundausstattung dazu. Wie viel, ist abhängig vom Bedarf, dem Verlustrisiko sowie den Geldbeschaffungs- oder Bezahlmöglichkeiten. In jedem Fall sollten sich Kunden vor Reiseantritt bei ihrer Hausbank über die Gebühren und den Verfügungsrahmen bei der Geldautomatennutzung im Ausland informieren: Wie viel Geld täglich abgehoben werden darf, ist im In- und Ausland unterschiedlich. Auch bei Kreditkarten sollte vorab geklärt werden, wie hoch der Kredit- beziehungsweise Verfügungsrahmen ist.

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