CELLE. In seinem Vortrag „Von Luther zu Hitler“ am Donnerstag, 16. März, 19.00 Uhr, in der Celler Synagoge, Im Kreise 24, zeigt der Historiker Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle, das Verhältnis von Protestantismus, Antisemitismus und Nationalsozialismus. Der Eintritt ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter Kurs-Nr. CE1222 bei der VHS Celle, www.vhs-celle.de, anmeldung@vhs-celle.de oder (05141) 92 98-0.

Die Nationalsozialisten hatten ihre Wählerbasis vor allem in ländlichen, protestantischen Regionen. Die deutschen protestantischen Kirchen gingen eine enge Symbiose mit dem NS ein. Dafür stehen nicht zuletzt die „Deutschen Christen“. Doch auch die Bekennende Kirche bestand bei weitem nicht nur aus NS-Gegnern. Eine Ursache dafür ist die historisch enge Bindung des deutschen Nationalstaats an die preußische protestantische Kirche, in deutlicher Abgrenzung zum „transmontanen“ Katholizismus und zum Judentum. Der protestantische Antisemitismus wiederum hat eine lange Traditionslinie, die bis auf Martin Luther zurückgeht.

Der Historiker Dr. Jens-Christian Wagner geht auf die engen Verbindungslinien zwischen den protestantischen Kirchen – insbesondere der Inneren Mission – und dem Nationalsozialismus ein und leuchtet die Gründe dafür aus. Wagner leitet die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle.

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