CELLE. Die IHK warnt Unternehmer vor Faxen einer so genannten „Datenschutz-Auskunftzentrale“. Auf den ersten Blick erwecken die Schreiben den Eindruck, dass die Empfänger aus datenschutzrechtlichen Gründen verpflichtet wären, das beigefügte Antwortformular unterschrieben zurückzusenden. Tatsächlich werde damit allerdings ein Vertrag mit drei Jahren Laufzeit und Kosten von rund 500 Euro netto pro Jahr abgeschlossen. Als Gegenleistung solle das Unternehmen Informationsmaterial, Arbeitshilfen und Vorlagen zur Umsetzung der Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erhalten.

Ob diese Leistungen den Gesamtbetrag wert sind, lasse sich vorab nicht beurteilen. Die Faxe bzw. Schreiben sollten daher am besten ignoriert werden.

„Gerade jetzt in der Ferienzeit ist das Risiko groß, dass Vertretungskräfte solche Offerten unterschrieben zurücksenden“, sagt IHK-Jurist Andreas Kinski. Die IHK rät Unternehmen daher, besonders aufmerksam zu sein und ihre Mitarbeiter sowie deren Urlaubsvertretungen entsprechend zu informieren. Vor allem Existenzgründer und Kleinunternehmer wüssten oft nicht, dass sie kein gesetzliches Widerrufsrecht haben und es daher meist nur schwer möglich ist, sich von einmal abgeschlossenen Verträgen wieder zu lösen. Betroffene, die bereits unterschrieben haben, unterstütze die IHK aber ebenfalls mit Tipps zum weiteren Vorgehen.

Bei Fragen zum Thema helfen die IHK-Experten gern weiter: Tel. 04131 742-405, recht@lueneburg.ihk.de.



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