Nach Querelen im atelier 22: "Vorsitzender sollte zurücktreten"

Leserbeiträge Von Susanne Zaulick | am Do., 05.12.2019 - 18:00

CELLE. Hans-Peter Fiedler schreibt zum CELLEHEUTE-Bericht "Geisterhaus Atelier 22 - Förder- und Spendengelder versenkt?": "Vereinsvorsitzender Dr. Jürgen Henke kritisiert in einer internen Stelllungnahme die Berichterstattung von CELLEHEUTE zu den Geschehnissen in dem Verein. Der Mann irrt! Der Text von CELLEHEUTE wurde mehrfach begutachtet und bewertet. Unter den Gutachtern waren ein Prof. für Medienrecht und in Fachkreisen bekannter Buchautor, ein Berater der deutschen Bundesregierung und ein Kommunikationswissenschaftler. Dass Dr. Henke den Text kritisiert, ist verständlich. Denn er wird darin als Vorsitzender mehrfach negativ genannt.

Und zum Wissen der Leserinnen und Leser: Ich bin der Schwager vom kritisierten Herrn Strohmeyer; bin kein Vereinsmitglied, bin aber über gewisse Geschehnisse im Verein informiert. Meine Frau ist – noch – Mitglied im Verein ,,atelier 22” und wir haben einen gemeinsamen E-Mail-Account. Mir fiel vermehrter E-Mail-Verkehr des Vereins und eine wachsende Austrittszahl aus dem Verein auf. Daraufhin befragte ich dazu Herrn Strohmeyer. Sein sinngemäßer Kommentar, ich möge ihn doch damit in Ruhe lassen. Er und ich haben zwei verschiedene Lebensentwürfe. Wir sind zwar verwandt, haben aber sonst wenig gemeinsam. Als Journalist gelten für mich nur Fakten. Und da weiß ich, Herr Strohmeyer hat um das ,,atelier 22” seine Verdienste. Ohne ihn gäbe es das ,,atelier 22” in dieser jetzigen Form nicht. Dass er als Mitglied des hochstehenden BBK (Bund bildender Künstler) berufen wurde, lässt auf seine künstlerischen Qualitäten schließen. Was kann dazu der jetzige Vereinsvorsitzende vorweisen ?

Den... Brief mit widersprüchlichen Angaben an meine Frau von Dr. Henke habe ich inzwischen gelesen. Ich bin der, der im Rollstuhl zum Zeitpunkt seines Besuches nicht in das umgebaute Hofgebäude und nicht ins Haupthaus mit Ausstellung und WC gelangte. Eine Celler Stadträtin rief mich an. Weshalb, weiß ich nicht. Trotzdem sagte ich ihr zu, den “Ball flach zu halten”. Ich hörte sie nie wieder. Ein Statiker und ein Architekt sagten mir, in das umgebaute Hofgebäude dürfe niemand hinein, wenn Dr. Henkes Aussage stimme; ein normgerechter Ausbau der Türbreiten bringe das Gebäude zum Einsturz. Das Gebäude sei dann eh einsturzgefährdet.

Auf Ortsebene bin ich selber Vorsitzender eines sozialen Verbandes. Wir sind eingebunden in eine große und bekannte Gemeinschaft. Würde mir das geschehen, was Herrn Dr. Henke bislang im Verein “atelier 22” widerfuhr, würde ich meinen Hut nehmen. Also, zurücktreten als Vorsitzender! Selbstachtung wahren! Als Vorsitzender sollen Sie u. a. den Verein zusammenbringen. Mein Eindruck, Sie spalten den Verein, Herr Dr. Henke!

Das “atelier 22” fiel einst durch soziale Aktionen und andere positive Unternehmungen auf. Auch wenn Sie jetzt wohl Kreide gegessen haben, ich halte Sie, Dr. Henke, für unfähig, einen Verein zu führen!"