Vorstellung des Kurzfilms "Kanyekanye" aus Südafrika von Miklas Manneke

Am kommenden Mittwoch, den 15. Oktober 2014, stellt Pastor Wilfried Manneke um 20.00 Uhr den Kurzfilm "Kanyekanye" aus Südafrika im Ludwig-Harms-Haus (Harmsstraße 2, 29320 Hermannsburg) vor.

kanyekanyeSein ältester Sohn Miklas Manneke (25) aus Johannesburg ist Filmregisseur und Drehbuchautor. Im vergangenen Jahr hat er sein Studium an der Filmhochschule AFDA in Johannesburg beendet. Sein Examensfilm „Kanyekanye“ wurde für den Student-Oscar nominiert. Miklas war einer von neun Kandidaten in der Kategorie: Bester Kurzfilm eines ausländischen Studenten. Im Juni letzten Jahres fand die Preisverleihung in Los Angeles statt. Kristina Yee aus Großbritannien erhielt den Student-Oscar. Auch wenn Miklas den Preis nicht erhalten hat, so ist sein Film allein durch die Nominierung weltweit bekannt geworden und hat bereits viele Auszeichnungen erhalten.

Inhalt des Films „Kanyekanye“

Irgendwo in Südafrika. Ein fiktives Township. Blechhütten, flirrende Hitze, verlassene Straßen. So beginnt der Film mit dem Zulu-Titel "Kanyekanye“ (deutsch: „Zusammen"). Aber warum sind die Straßen leer? Das ist das Besondere am Film des Deutsch-Südafrikaners Miklas Manneke: Mitten durch das Dorf führt eine unübersehbare Grenze. Unweigerlich denkt man an die Berliner Mauer, vor allem aber an die ehemalige Trennung der südafrikanischen Bevölkerung während der Zeit der Apartheid. Bis 1994 wurden Schwarze von Weißen durch rassistische Gesetze strikt voneinander getrennt.

In seinem Film hat Miklas Manneke die Farben ausgetauscht: Auf der einen Seite leben die "Grünen", auf der anderen die "Roten". Die Häuser sind grün oder rot angestrichen, die Menschen tragen ausschließlich grüne oder rote Kleidung. Sogar die Bilder an der Wand, der Wein, die Nahrungsmittel sind in der entsprechenden Farbe gehalten. Die Bewohner der einen Seiten wollen mit denen der anderen nichts zu tun haben - keine Kommunikation, kein Austausch. Nichts. Als sich Thomas, ein Junge aus dem grünen Lager, zu nah an die Grenzlinie heranwagt, giftet ihn seine Mutter an: "Es ist so. Es war immer so. Akzeptiere das!" Thomas, gespielt von Gundu Ramilifho, denkt aber gar nicht daran. Bei einem seiner Ausflüge hat er sich nämlich in Thandi (Bongeka Sishi) verguckt, ein "rotes" Mädchen.

Der Eintritt ist frei.