CELLE. Die neue europäische Afrikapolitik ist Thema des Vortrags von Simone Schlindwein am kommenden Dienstag, den 16.10., um 18.30 Uhr in der vhs Celle (Trift 20, Saal).

„Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürgerinnen und Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld“, so die Referentin Simone Schlindwein.

Sie war von 2006 bis 2008 u. a. Moskau-Korrespondentin des Spiegel, seit 2008 in Uganda basiert und Korrespondentin der taz für die Region der Großen Seen. Ihr gemeinsamen Buch mit Christian Jacob „Diktatoren als Türsteher Europas“ ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik.

Die Kooperationsveranstaltung von vhs Celle und Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V. ist gebührenfrei, eine Anmeldung unter der Veranstaltungsnummer 18BCE1227 über die Homepage der vhs Celle ist sinnvoll.



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