CELLE. Andreas Speit, freier Journalist und Experte rund um das Thema extreme Rechte, kommt nach Celle um über Reichsbürger zu informieren. „Reichsbürger sind keine einheitliche Bewegung, sie haben kein einheitliches Konzept. 13.000 von ihnen soll es geben. Was sie eint ist, dass sie der Bundesrepublik Deutschland ihre Existenzberechtigung absprechen“, so Speit.

Neben obskur erscheinenden Ansichten, wie z. B. dass es sich bei der BRD um eine GmbH handele, oder das Ignoriern von Gesetzen und Verordnungen da ja die BRD nicht existiere und daher ihre Gesetze keine Gültigkeit haben würden, gibt es laut Speit auch diejenigen, die sich bewaffnet haben -in diesem Falle zum großen Teil über Sport- und Schützenvereine.

Andreas Speit betont die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit der Problematik. Er erinnert an die
sogenannte Reichsbewegung, die 2012 Drohbriefe an jüdische und muslimische Gemeinden schickte und auf
ihrer Website offen mit der Erschießung von Türken, Muslimen und „Negroiden“ drohte, falls diese nicht das
Land verließen. Das macht deutlich: Reichsbürger sind nicht nur „Spinner“ oder „Querulanten“, sie sind eine
unterschätzte Gefahr. Eintritt frei.
Veranstaltung am 20.06.2018, 19.00 Uhr
Ort: Urbanus-Rhegius-Hauses, Fritzenwiese 9, 1. Etage

Flyer Andreas Speit

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