CELLE. Im Rahmen der derzeitigen Ausstellung in der Synagoge Celle wird Bernhard Gelderblom über das Zuchthaus Hameln in der NS-Zeit referieren. Das Zuchthaus in Hameln stand in dieser Zeit in einem engen Austausch mit dem Zuchthaus in Celle. Darauf wird Gelderblom in besonderer Weise eingehen.

Das Zuchthaus Hameln war in den Jahren 1933-1945 ein Ort nationalsozialistischer Verfolgung. Knapp 10.000 Häftlinge, überwiegend „politische“, darunter viele Ausländer, durchliefen die Strafanstalt in dieser Zeit. Mindestens 755 Männer überlebten die Zeit im Zuchthaus Hameln nicht. Für die entsetzlichen Haftbedingungen, unter denen die Häftlinge vor allem zu Kriegsende zu leiden hatten, war die Justiz verantwortlich. Sie zeigte sich über die Jahre als willfährige Helferin der Gestapo, indem sie Gefangene nach ihrem Haftende nicht in die Freiheit entließ, sondern sie der Gestapo übergab, welche die Unglücklichen in der Regel in ein KZ verschleppte.

Der Vortrag schildert – mit reichem Bildmaterial – die Entwicklung der Strafanstalt in der NS-Zeit und stellt zahlreiche Schicksale in- und ausländischer Häftlinge vor.

Ort:                       Celler Synagoge

Termin:               Dienstag, 7. Mai 2019, 19:00 Uhr

Referent:            Bernhard Gelderblom, Hameln





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