HERMANNSBURG. Wer die mittelalterliche Weltkarte im Kloster Ebstorf betrachtet, dem wird auffallen, dass Jerusalem darauf im Zentrum der Welt liegt. Diese Anordnung entsprach möglicherweise auch schon im 13. Jahrhundert, als diese Landkarte gemalt wurde, nicht der geografischen Kenntnis der Zeit, aber sie sollte wahrscheinlich auch weniger der räumlichen als vielmehr der geistlichen Orientierung der christlichen Betrachter dienen. Diese Darstellung sollte ihnen vermutlich bewusst machen, dass sich in Jerusalem Entscheidendes ereignet hat, was den christlichen Glauben begründet.

Der Blick auf Jerusalem entspricht auch der jüdischen Glaubenstradition, in der Jesus aufgewachsen ist. So überrascht es nicht, dass allein im Alten (dem Ersten) Testament der Name dieser Stadt über 600 mal zu finden ist und über 150 mal im Neuen Testament. Den Blick auf Jerusalem haben also Juden und Christen gemeinsam. Alles Weitergehende soll am Abend des Israel-Sonntags, zu dem – gemeinsam mit dem Ev. luth. Missionswerk – herzlich eingeladen wird, erläutert und bedacht werden.

Der Vortrag von Dr. Jobst Reller beginnt am Sonntag, 5. August, um 19.30 Uhr, im Aira-Saal des Ludwig- Harms-Hauses und steht unter dem Thema „Jerusalem- die Stadt unserer Bibel“. Veranstalter ist der Freundeskreis „Christen und Juden“ in Hermannsburg.

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