NIENHAGEN. Am 24. September war Bundestagswahl, am 15. Oktober können Niedersachsen dann ihren Landtag wählen. Ihre Stimme abzugeben, ist für viele selbstverständlich – allerdings nicht immer möglich. Denn viele Wahllokale sind nicht barrierefrei. Der SoVD Nienhagen hat die Bundestagswahl zum Anlass genommen, um gemeinsam mit dem Seniorenbeirat Nienhagen in der Gemeinde Nienhagen die von der Gemeinde ausgewiesenen Wahllokale auf ihre Barrierefreiheit zu testen.

Der SoVD fand diesen Test dringend notwendig. Es fängt oft damit an, dass es keinen Behindertenparkplatz gibt, dann ist keine Rampe vorhanden. In vielen Wahllokalen sei es zudem für Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder blind beziehungsweise sehbehindert sind, schwierig, direkt am Wahltag ihre Stimme abzugeben. Viele von ihnen beantragten deshalb Briefwahl.

Die drei Wahllokale in Nienhagen wurden anhand einer Checkliste überprüft, die ein breites Spektrum an Kriterien für einen barrierefreien Zugang umfasst. Gefragt wurde unter anderem danach, ob Behindertenparkplätze vorhanden sind, ob die Wege zum Wahllokal für Rollstuhlfahrer geeignet sind und ob die Gebäude barrierefrei betreten werden können. Schon im Vorfeld hatte es Gespräche mit Samtgemeindewahlleiter Stefan Hausknecht gegeben. Dieser erklärte, dass die Gemeinde die Ergebnisse des SoVD und des Seniorenbeirates gerne aufnehmen wolle.

Alle Wahlräume in Nienhagen erfüllten die Kriterien des SoVD. Nur kleinere Mängel fielen auf, wie die für Rollstuhlfahrer nicht unterfahrbaren Tische in den Wahlkabinen und den langen Weg von den Parkplätzen, verursacht durch einen nicht offenen Seiteneingang. „Wir werden uns darum bemühen, die angeführten Mängel, soweit möglich, zu beheben“, versprach Samtgemeindewahlleiter Stefan Hausknecht in der Nachbesprechung. Der SoVD Nienhagen und der Seniorenbeirat Nienhagen werden auch bei der Landtagswahl die Barrierefreiheit der Wahllokale in der Gemeinde Nienhagen im Blick behalten.

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