HILDESHEIM/CELLE. Die Flugbeobachter und Piloten des Feuerwehr-Flugdienstes (FFD) des  Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (LFV-NDS) sowie die mitwirkenden Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten sind auf die kommende Saison wieder gut vorbereitet und trainierten den Einsatz in den Fluggeräten.
Beim traditionellen „Anfliegen“ des FFD-Stützpunktes in Hildesheim am Wochenende erhielten die  Besatzungsmitglieder wieder die alljährlichen Einweisungen und Hinweise für neue Gerätschaften und vertieften ihr Wissen rund um die vorhandene Technik und Einsatztaktiken.

Der FFD-Stützpunktleiter Rainer Pflugradt begrüßte neben den anwesenden Flugbeobachtern auch wieder einige Gäste sowie selbstverständlich die Piloten und mitwirkenden Förster zum ersten offiziellen „Arbeitstag“ in diesem Jahr. Nach einigen Mitteilungen des Stützpunktleiters und Fragen durch die Mitglieder des FFD, ging es daran, einen langjährigen Flugbeobachter aus ihren Reihen zu verabschieden. Landesgeschäftsführer Michael Sander bedankte sich im Namen des LFV-NDS bei Brandmeister Heinz Röbeln mit der Ehrenurkunde des Feuerwehr-Flugdienstes für sein
hervorragendes Engagement der vergangenen 33 Jahre. Kamerad Röbeln war von 1984 bis 2017 als Flugbeobachter tätig, hat sehr viele Einsatzstunden in den Maschinen des LFV-NDS geleistet und dabei viele Einsätze absolviert.

Weiter wurden Einsätze und Sonderlagen besprochen, wo der FFD im vergangenem und bereits in diesem Jahr im Einsatz war. Hier sei die Anforderung beim letzten Sommerhochwasser zu nennen sowie bei unzähligen größeren und kleinen Wald- und Flächenbrände in Niedersachsen in den zurückliegenden Jahren. Ebenfalls zum Anfliegen nach Hildesheim, kam ein Team des FFD-Stützpunktes Lüneburg, die bei der praktischen Aus- und Weiterbildung des Personals unterstützten.

Auf einem Trainingsflug am Mittwoch, den 04. April, wurde bereits das erste Feuer in diesem Jahr durch ein Team aus der Luft gesichtet und der entsprechenden Leitstelle gemeldet. Dieses war ein ausgedehnter Ödlandbrand im Bereich Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, welcher durch die frühzeitige Meldung und das rasche Ausrücken der Feuerwehreinsatzkräfte vor Ort schnell unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden konnte.

Der Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ist eine einmalige Einrichtung in Deutschland und wird auf Anforderung der Polizeidirektion bei entsprechenden Wetterlagen tagsüber im Einsatz sein und ihre Überwachungsflüge über große Teile Niedersachsens absolvieren. Die Hauptaufgabe des FFD ist die Unterstützung der Einsatzleitung auf der Erde durch detaillierte Lagemeldungen aus der Luft, gerade bei Wald- und Flächenbränden. Der FFD übermittelt als „fliegendes Auge des Einsatzleiters“ weiter Informationen über den Verlauf eines Feuers oder anderer Großschadenslagen und führt die am Boden befindlichen Einsatzkräfte zum genauen Einsatzort. Der LFV-Niedersachsen unterhält zurzeit zwei Maschinen vom Typ Cessna 206 mit der Unterstützung der
öffentlichen Versicherer und des Landes Niedersachsen. Die beiden Fluggeräte sind mit BOS-Digitalfunk, GPS-Geräten zur Satellitennavigation, sowie Tablet-PCs und weiterem Einsatzmaterial ausgestattet.

Das Team des Stützpunktes Hildesheim des Feuerwehr-Flugdienstes des LFV-NDS beim Anfliegen 2018.

Das erste Feuer in diesem Jahr wurde durch ein Team aus der Luft gesichtet und der entsprechenden Leitstelle gemeldet. Dieses war ein ausgedehnter Ödlandbrand im
Bereich Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Foto: Moritz Horn

Text: Olaf Rebman

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.