Log empty
Familienanzeigen Stellenmarkt

Islandpferdereiter machen Kilometer in der Südheide

Wanderreit-Cup zwischen Wardböhmen und Diesten

24.09.2018 - 14:00 Uhr     Externer Autor    0
Fotos: Susanne Zaulick/Karen Mahn/Harald Röper

MÜDEN/ÖRTZE. Wanderreiten in der Heide – dafür arbeiten und werben die touristischen Institutionen
in der Region seit Längerem. Bereits 2010 wurde der Landkreis Celle von der Deutschen Reiterlichen
Vereinigung als „pferdefreundliche Region“ ausgezeichnet. Unter www.region-celle-navigator.de können
sich Reiter mittlerweile selbst Touren zusammenstellen oder die vom Landkreis ausgearbeiteten
Rundtouren ausprobieren.



Hier hat sich auch Harald Röper vom Verdener Islandpferdefreundevereins informiert, um erstmals unter
dem Dach des Deutschen Islandpferdezuchtverbandes (IPZV) einen offiziellen Wanderritt in der
Südheide zu planen. Im Rahmen des so genannten Wanderreit Cup (WRC) können die im Verband
organisierten Reiter an WRC-Ritten teilnehmen, deren Streckenlängen am Ende des Jahres addiert
werden und in eine Gesamtwertung einfließen.

Am 21. September starteten neun Reiterinnen und Reiter, die mit ihren Pferden aus Rotenburg/Wümmer,
Hannover oder der Region Verden angereist waren, von Wardböhmen aus zu einem dreitägigen Ritt.
Erste Station war der Winkelhof in Müden/Örtze. Bei nicht ganz einfachen Wetterverhältnissen – starkem
Wind und Regenschauern – erreichten alle am Nachmittag wohlbehalten ihr Ziel.“Es macht Spaß und ist
einfach was anderes, als immer allein auszureiten“, findet Saskia Giese aus Rotenburg/Wümme. Die 27-
Jährige hat als Bereiterin auch beruflich mit Pferden zu tun und sich ganz der Rasse der Isländer
verschrieben. „Die sind einfach anders – so unabhängig und frei. Sie bringen ihre eigenen Ideen mit, aber
sie kämpfen auch für einen“.

Nicht nur von ihren Pferden sind die neun Reiter im Alter zwischen 14 und 50 am ersten Abend
begeistert, auch das Quartier lässt Urlaubsstimmung aufkommen. Auf dem idyllisch direkt an der Örtze
gelegenen Winkelhof, der auch offiziell Wanderreitstation ist, gibt es für die Pferde die Möglichkeit, im
Laufstall, auf dem Paddock oder der Weide die Nacht zu verbringen. Nach kurzer Überlegung fällt die
Wahl auf die Weide und alle neun galoppieren los um das saftige Grün am Örtzeufer zu genießen.
„Wir sind derzeit dabei, die Angebote als Wanderreitstation weiter auszubauen“, berichtet Karen Mahn
vom Winkelhof. Das Netzwerk an Höfen, auf denen man mit Pferd übernachten kann, werde größer, nicht
zuletzt auch durch neue Kontakte wie den zu Harald Röper aus Wardböhmen, der die Reiter und Pferde
für die Nacht vor dem Start beherbergt hat. „Es gibt noch viel Potential, das man ausschöpfen könnte und
es ist ein gutes Miteinander“, sagt Karen Mahn, die sich auch gern selbst in anderen Regionen umschaut
und dortige Wanderreit-Angebote ausprobiert. Derzeit lautet ihre Devise: „Wir versuchen, alles möglich
zu machen“. Mit der Übernachtung in den modernen Ferienwohnungen hat es für die Reiter diesmal zwar
nicht geklappt weil die schon ausgebucht waren, aber Kaffee und Tee zur Begrüßung stehen bereit und
am nächsten Morgen ein liebevoll zubereitetes Frühstückbuffet.

Die Nacht verbringen die Reiter auf Hof Lindhorst in Diesten, der auch Ziel ihrer Tour ist. Am zweiten
Tag geht es nach Lutterloh auf den Meyerhof. Von den Reitmöglichkeiten in der Südheide und vom
Wanderreiten in der Gruppe sind alle angetan. „Es ist eine super Stimmung“, findet Harald Röper auch
noch am dritten Tag der Tour und ist überzeugt, dass dies nicht der letzte Wanderritt sein wird, den er in
der Südheide organisiert.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.