CELLE. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Städtischen Wohnungsbau GmbH, Celle (WBG) haben in ihrer jüngsten Sitzung das Bauprogramm für die nächsten Jahre erörtert (2017-2026). An- lass dazu gab das erfolgreiche Neubauvorhaben an der Windmühlenstraße, das sich auf der Zielgeraden befände und mit dem die WBG nach langer Pause wieder zusätzliche Wohnungen für den eigenen Bestand errichten möchte.

Nach Abschluss der Baumaßnahme an der Windmühlenstraße sollen dort 21 neue Wohnungen entstehen, sieben Wohneinheiten vollmodernisiert, sechs Bestandsblöcke (mit 45 Wohnungen) energetisch modernisiert und die Außenanlagen umfangreich aufgewertet sein. Besonderes Augenmerk habe dabei auf der Barriere-Reduzierung und der Einbindung regenerativer Energien gelegen. Das acht Millionen-Projekt ist mit einer Innovations- und Zusatzförderung des Bundes sowie aus Mitteln des städtischen Klimaschutzfonds unterstützt worden.

Das nunmehr vorgeschlagene Bauprogramm (2017-2026) sieht Investitionen von durchschnittlich jährlich rd. 8,5 Millionen Euro vor. Dabei sollen bis zu 200 Wohneinheiten neu gebaut und etwa 125 Wohneinheiten energetisch saniert werden. Auf der Agenda stehen Baumaßnahmen auf der Allerinsel (2. BA), im Blumläger Feld Nord (denkmalgerechte Vollsanierung oder Ersatzneubau) sowie größere Vorhaben in der Heese und im Hehlentor.

„Uns ist wichtig, dass bei diesen ehrgeizigen Plänen die Bestandspflege auf hohem Niveau bleibt“, betont WBG Geschäftsführer Dr. Matthias Hardinghaus. „Die technischen Kennzahlen der WBG können sich im niedersächsischen Betriebsvergleich sehen lassen.“ Wie in den zurückliegenden Jahren werde die WBG auch zukünftig Aufzüge und Heizungsanlagen erneuern, Wohnungen vollmodernisieren und oberste Geschossdecken dämmen.

Die Vermietungsexperten der WBG seien erster Ansprechpartner zahlreicher Sozialdienste innerhalb der Stadt für die Wohnraumversorgung von Menschen, die besonderer Unterstützung bedürfen. „Daran sieht man: Bauen ist uns wichtig, ist aber nicht alles,“ erläutert Hardinghaus. „Unsere soziale Verantwortung manifestiert sich u. a. darin, dass über 40 % unserer Mieterinnen und Mieter Transferhilfeempfänger sind. Mit monatlich durchschnittlich
5 € / m2 steht die WBG auch weiterhin für bezahlbares Wohnen.“ Gleichwohl sei die WBG Wettbewerber am Wohnungsmarkt. Sie sichere ihre Wettbewerbsfähigkeit durch zielgruppenorientierte Leistungsangebote im Wohnungs-, Service- und Betreuungsbereich (z. B. Service-Wohnen, Mieterfahrten, Mietercafé, Mieterzeitung) oder durch ein qualifiziertes So- zialmanagement, das von der Seniorenbetreuung, Schuldnerberatung, Mediation bei Konflikt- fällen bis zur Kooperation mit lokalen Sportvereinen reicht.

„Die WBG leistet unverzichtbare Arbeit für die Stadt. Bei dem vorgelegten Investitionspro- gramm handelt es sich um die höchsten Bauaktivitäten seit Anfang der 1990er Jahre,“ stellt der Aufsichtsratsvorsitzende der WBG, Reinhold Wilhelms, fest. „Die WBG hat sich für die Zukunft viel vorgenommen und ist dafür strategisch gut aufgestellt.“ Als 100%ige Tochter der Stadt Celle stelle die WBG bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung. Mit rund 2.000 Wohnungen, acht Gewerbeeinheiten und etwa 520 Stellplätzen/Garagen sei die WBG der größte Anbieter am Celler Wohnungsmarkt.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.