Wechsel in der Führungsriege der Faßberger Feuerwehren

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Do., 03.10.2019 - 11:16

FASSBERG. Zu einer „Ehrenratssitzung“ hatte die Gemeinde Faßberg am Dienstagabend ins Haus Schlichternheide eingeladen. Und zu ehren gab es eine ganze Menge. Zunächst stand zwar keine Ehrung auf der Tagesordnung, sondern die Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde mit dem Transporthubschrauberregiment 10 „Lüneburger Heide“. Aber auch hier ging es zumindest um eine Würdigung der guten Beziehungen zwischen Regiment und Gemeinde und den Vorsatz, diese weiter zu führen.

„Wir fühlen uns hier pudelwohl. Faßberg ist eine Heimat für uns, wie man sie sich nur wünschen kann“, stellte der Kommandeur der „Heideflieger“, Oberst Olaf Bölting in diesem Zusammenhang fest. Eigentlich, so seine Sicht, hätte es einer Urkunde gar nicht bedurft, um das Zugehörigkeitsgefühl zur Gemeinde Faßberg auszudrücken. Dieser ist es aber ein Anliegen, die Soldaten des Hubschrauberregimentes im Rahmen einer Patenschaft einzubinden. „Die Heeresflieger sind Botschafter unserer Gemeinde“, betonte der Ratsvorsitzende Manfred Franzen und meinte damit nicht nur Auslandseinsätze, sondern auch die Einsätze im Inland, zum Beispiel bei Naturkatastrophen. Bürgermeister Frank Bröhl möchte vor allem den Kontakt der Bundeswehr zur Zivilbevölkerung fördern. „Dass Faßberg mit und von seinen Soldaten lebt, ist keine Frage“, so Bröhl.

Im weiteren Verlauf der Sitzung standen die Feuerwehren im Mittelpunkt und hier insbesondere die Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis, das mit einem Beschluss des Rates und anschließender Vereidigung einhergeht. Neu bzw. umbesetzt wurde fast die gesamte Führungsriege auf Gemeinde- und Ortsebene. Gemeindebrandmeister ist ab dem 1. November Oliver Dammann, sein Stellvertreter wird Torsten Borges. In Müden wird Florian Franz neuer Ortsbrandmeister, sein Stellvertreter ist Florian Leverenz. Ortsbrandmeister in Faßberg wird Martin Freiburger, Stellvertreter wird Marcel Precht.

Im Rahmen der Vereidigung hob Bürgermeister Frank Bröhl die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehrleute hervor. „Ihr riskiert eine ganze Menge für die Menschen“, stellte er fest und hatte ausgerechnet, dass bei knapp 40 Einsätzen im Jahr für die Freiwilligen Feuerwehren im Gemeindegebiet immerhin alle zehn Tage ein Einsatz abzuarbeiten sei.

Vor diesem Hintergrund gab es einen herzlichen Dank, eine Flasche Wein und einen Blumenstrauß für die Ehefrauen für Dirk Winterhoff, Klaus Beyer und Thomas Bahnsen, die ihre Ämter nach vielen Jahren abgegeben haben. Dirk Winterhoff war seit 2000 stellvertetender Ortsbrandmeister in Müden. Klaus Beyer war insgesamt 20 Jahre lang Ortsbrandmeister in Faßberg und von 2007 bis 2013 Gemeindebrandmeister. Thomas Bahnsen war seit 1991, zunächst sechs Jahre lang stellvertretender Ortsbrandmeister, später acht Jahre lang Ortsbrandmeister und zuletzt sechs Jahre lang Gemeindebrandmeister.

Text: Susanne Zaulick