CELLE. Man stelle sich vor, der Tourismus in Niedersachsen entwickelt sich weiter so positiv wie bisher. Alle touristischen Regionen legen an Besucherzahlen zu. Die Küste meldet volle Hotels und im Harz entstehen neue Hotels und Restaurants. Nur in der Lüneburger Heide gehen die Übernachtungs- und Gastronomiezahlen bedenklich zurück und die Lüneburger Heide ist das touristische Schlusslicht in ganz Niedersachsen. Dieses Szenario entwickelt derzeit der DEHOGA in der Region und nimmt damit Stellung zu den jüngsten Rissen von Heidschnucken durch Wölfe in der Südheide.

„Noch ist es nicht soweit! Und soweit darf es nicht kommen! Ein wichtiger touristischer Magnet in der Lüneburger Heide sind die Heidschnucken und die Heide. Seit Jahren versucht man, auch zum Beispiel durch die Lüneburger Heide GmbH, das Image dieser niedersächsischen Destination zu modernisieren. Traditionisten und moderne Fachleute aus dem Tourismus sind sich einig, dass ein Wegfall der Heide und der Schnucken in dieser Region eine Katastrophe wäre“, so Benno Eisermann, erster Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbandes Celle.

Der DEHOGA-KV Celle sei besorgt über die Entwicklung der Heidschnuckenhaltung im Bereich Faßberg-Schmarbeck.  Eisermann: „Zum wiederholten Male sind nachweislich Heidschnucken von Wölfen verletzt und getötet worden. Der Wert der Heidschnucken kann dadurch verdeutlicht werden, dass sie die Kulturlandschaft Heide erhalten, den Lebensraum der Bienen sichern und somit den Imkern eine Existenz bieten und über das regionale Produkt Heidehonig zu Bekanntheit der Lüneburger Heide beitragen . Weiterhin gehören die Heideflächen mit den Heidschnucken zu den touristischen Attraktionen im Nordkreis Celle und sind somit ein wichtiger Faktor für die Auslastung der Gaststätten und Hotels in unserer Region. Die Aussage von Hinnerk Tewes, dass unter den gegebenen Umständen die Haltung der Heidschnucken wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist, erzeugt bei den Gastronomen und Hoteliers eine Alarmwirkung, denn ohne Heidschnucken wird auch ein gastronomischer Umsatzträger verschwinden.“

„Als Vorsitzender des DEHOGA Kreisverbandes Celle appelliere ich an den Landkreis Celle, den Landwirtschaftsminister Meyer und die niedersächsische Landesregierung, den Heidschnucken- und Schafhaltern in unserer Region jede erdenkliche Unterstützung zukommen zu lassen“, fordert Eisermann.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.