Mit Blick auf oftmals nicht vorhandene Deutschkenntnisse wurde konsequent vor allem auf eine einfache und niedrigschwellige Sprache geachtet, die durch kurze Sätze gekennzeichnet ist. Die Vermittlung von verbindlichem und nachhaltigem Wissen zu dem in der Bundesrepublik geltenden Rechts- und Wertesystem zieht sich wie ein “roter Faden” durch das Arbeitsmaterial. Hinweise zum fairen und gleichberechtigten Miteinander wurden ebenfalls durchgängig aufgenommen.

Niedersachsen beginnt mit integrationsvorbereitenden Maßnahmen bereits im Rahmen der Erstaufnahme der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI). Denn erfolgreiche Integration erfordert immer zwei Seiten: “Die Menschen, die zu uns kommen, müssen offen für Werte sein, die unsere Demokratie ausmachen”, so Pistorius, “aber auch die aufnehmende Gesellschaft muss Angebote machen, damit diese Menschen bei uns ankommen können.” Sprache sei der Schlüssel für gelingende Integration, so der Minister.

“Das ist unstrittig. Die Vermittlung erster Sprachkenntnisse kann deshalb nicht früh genug beginnen.” Seit vielen Jahren bietet die LAB NI daher allen Bewohnerinnen und Bewohnern das Kursangebot “Wegweiser für Deutschland” an – und zwar unabhängig von ihrer Bleibeperspektive. Mit einem Stundenumfang von rund 30 Stunden an fünf Tagen wird den nach Niedersachsen kommenden Asylsuchenden über die Module “Sprache” und “Leben in Deutschland” ein guter Start bereitet, ihre Chancen auf eine gelingende Integration an ihren späteren Wohnorten in den jeweiligen Kommunen werden erhöht. “Unsere Wegweiserkurse sind der erste Schritt der gut durchdachten Sprachförderkette, die das Land Asylsuchenden anbietet”, so Pistorius.

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