CELLE. Im Hinblick auf die von der Stadt Celle und der Celle Tourismus und Marketing GmbH getroffene Entscheidung, den Weihnachtsmarkt auf die Stechbahn auszuweiten und den Wochennmarkt in andere Bereiche zu verlegen, hat sich jetzt Bernd Zobel, Vorsitzender der Grünen-Ratsfraktion zu Wort gemeldet:

„Ich bedauere sehr, dass die in den letzten Jahren bewährte Kombination von Weihnachts- und Wochenmarkt einseitig von der Stadt aufgekündigt wurde. Der Wochenmarkt ist für viele Cellerinnen und Celler ein wichtiger Nahversorger und beliebter Treff. In den Werbebroschüren dient er als Blickfänger und Empfehlung für die Touristen. Nun werden die Marktbeschicker per Mitteilung gezwungen , den Standort Stechbahn für eine weitere Erweiterung des Weihnachtsmarktes aufzugeben. Ein vertrauensvolles Miteinander und eine transparente Entscheidungsfindung sieht anders aus. 2013 gab es eine ähnliche Situation, als die Marktbeschicker ebenfalls weichen sollten. Damals gab es wochenlange Verhandlungen zwischen Marktbeschickern, der Stadt, der Kirche und der CTM. Ergebnis war ein gegenseitiges Aufeinanderzugehen. Dieser Kompromisse stellte alle Parteien zufrieden und führte dazu, dass es zur Weihnachtszeit ein Miteinander gab. Nun führt der private Weihnachtsmarkt vor dem Schloss zu dem überraschenden Aus. Die Marktbeschicker müssen einem Boulevard weichen. Ich hätte mir wie 2013 eine kompromissfähige Lösung gewünscht“, so Zobel.

Marktbeschicker und CTM hätten sich damals darauf geeinigt, gemeinsam die Stechbahn zu nutzen. „Die Marktbeschicker  verkleinerten ihre Stände und verzichteten so auf Verkaufsfläche. Die CTM passte die Größe des Weihnachtswäldchens an und versprach der Kirche durch gezielte Standbelegung im Wäldchen keine Ruhestörung kirchlicher Veranstaltungen. Die Marktausicht regelte die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, wie z.B. des Brandschutzes.“ Leider habe man es 2013 versäumt, den Kompromiss schriftlich niederzulegen. Es sei wohl nötig, die Marktsatzung dahingehend zu ergänzen.

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