HANNOVER. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Niedersachsen vom heutigen Dienstag haben sich im vergangenen Jahr 8519 Personen in Niedersachsen einbürgern lassen. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 6,6 Prozent. Besonders auffällig ist die vergleichsweise hohe Zahl an Britinnen und Briten, die sich 2016 in Niedersachsen für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden haben. Deren Zahl stieg auf 295 Personen (plus 368 Prozent). Dazu erklärt der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil:

„Ich möchte alle Neubürgerinnen und Neubürger herzlich begrüßen. Ich wünsche den rund 8500 Frauen und Männern, die im vergangenen Jahr Niedersachsen geworden sind, alles erdenklich Gute. In der Regel handelt es sich um Menschen, die schon seit vielen Jahren hier leben und voll integriert sind. Aber die Einbürgerung ist mehr als ein bürokratischer Akt. Die Einbürgerung ist ein Bekenntnis zu unserer Gesellschaftsordnung, zu Freiheit, Demokratie und Menschenwürde.“

Zu der vergleichsweise hohen Zahl britischer Staatsangehöriger, die sich haben einbürgern lassen, meinte der Regierungschef: „Niedersachsen und Großbritannien haben seit Jahrhunderten enge Beziehungen. Aber natürlich ist dies nicht der Grund für die Zunahme der Einbürgerungen. Verantwortlich hierfür ist die fatale Fehlentscheidung des Brexit. Sie zwingt Europäer dazu, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Dabei sollten doch innerhalb der EU die Grenzen an Bedeutung verlieren. So sehr wir uns als Niedersachsen über die Einbürgerungen der britischen Mitbürgerinnen und Mitbürger freuen, so besorgt sollte die britische Regierung sein.“

Näheres unter: www.statistik.niedersachsen.de

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