CELLE. Mit seinem neuen Programm liefert das Kaiser-Panorama im Fotostudio Kersten Wogan, Schuhstraße 3, ab sofort dreidimensionale Eindrücke aus der Zeit, als neue Industriezweige große Veränderungen im Celler Land nach sich zogen. Als Kontrast sind dieser Serie wenige Aufnahmen der ursprünglichen Heide vorangestellt. So kann nachvollzogen werden, was naturliebende Zeitgenossen wie Hermann Löns damals empfanden und ausdrückten. Löns bezeichnete die hoch aufragenden, mit rotierenden Seilscheiben versehenen Fördergerüste über den mehrere hundert Meter tiefen Förderschächten als „Schreckgespenste“.

Für die Bergleute waren sie Zugang zur Arbeit, die vor über 100 Jahren zu den körperlich schwersten zählte. Einst gab es sieben Schachtanlagen im Landkreis Celle von denen mehrere tausend Menschen lebten. Die letzte schloss 1994 in Wathlingen und ist mittlerweile wie alle anderen verfüllt. Im Kaiser-Panorama sind Pionier- und Glanzzeit des Bergbaus noch heute hautnah erlebbar. Der Betrachter steht den Bergleuten von damals unmittelbar gegenüber und kann ihnen bei der Arbeit zuschauen. Die Serie bleibt bis einschließlich dem 23. September im Programm und ist zu den üblichen Geschäftszeiten zu besichtigen.

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