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Bergen

Weiterer Meilenstein in der Bergener Mozartstraße: Lebenshilfe weiht Wohngebäude ein

09.09.2018 - 08:49 Uhr     Susanne Zaulick    0
Fotos: Susanne Zaulick

BERGEN. Der Regen hatte sich dann doch in letzter Minute verzogen. Als der Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbH, Dr. Clemens Kasper, die Gäste vor dem Gebäude begrüßte, bildete ein blauer Himmel die Kulisse hinter dem gelb gestrichenen, funkelnagelneuen Wohngebäude in der Mozartstraße. Das Haus, das Platz für 26 Bewohner bietet, wird das neue Zuhause von bisher in Hustedt beheimateten Menschen mit geistiger Behinderung.



„Inklusives Leben lässt sich im Wald schwer verwirklichen“, wies Kasper auf das Defizit dieses bisherigen Lebenshilfe-Standortes hin. Hinzugekommen seien hohe Brandschutzauflagen, die letztlich zu dem Neubau geführt hätten. Für Bergen habe man sich unter anderem deshalb entschieden, weil hier bereits die Werkstatt der Lebenshilfe angesiedelt ist.

Bergens Bürgermeister Rainer Prokop erinnerte sich an die Zeit des Grundstückskaufes kurz nach dem Britenabzug: „Ich hatte Respekt vor Ihrem Mut, zu dieser Zeit ein Grundstück inmitten von leeren Häusern zu kaufen“. Mittlerweile habe sich in Bergen viel entwickelt, die Mozarstraße ist – zumindest auf einer Straßenseite mit modernen Einfamilienhäusern bebaut und „zwei Steinwürfe“ vom Gebäude der Lebenshilfe entfernt plane man eine Krippe. Die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe bezeichnete Prokop als effektiv, konstruktiv und innovativ.

Die Abteilungsleiterin Wohnen der Lebenshilfe, Katharina Schwarzkopf, dankte allen am Bau Beteiligten, insbesondere Architekt Gordon Fuge. „Sie haben immer eine Lösung gefunden, die alle zufrieden gestellt hat“, sagte sie, besonders im Hinblick auf barrierefreies Bauen und die Einbeziehung von Wünschen sowohl der Bewohner als auch der Mitarbeitenden.

Im Hinblick auf die vom Gesetzgeber vorgegebene Entwicklung hin zu mehr ambulantem und weniger stationärem Wohnen, sei man gut vorbereitet, sagte Geschäftsführer Kasper. „Wir lassen uns Zeit mit der Wandlung, aber die Wandlung wird irgendwann eintreten.“ Man habe die Wohneinheiten so angelegt, dass sie ohne großen baulichen Aufwand auch als Appartments für ambulantes Wohnen genutzt werden könnten. Zwei Wohneinheiten werden von Anfang an ambulant genutzt.

Ein Wermutstropen während der Bauzeit seien mehrere Einbrüche auf der Baustelle gewesen. Dennoch konnte das geplante Datum der Fertigstellung eingehalten werden. Ab Anfang kommender Woche wird das Haus bezogen. Rund 2 Millionen Euro hat die Lebenshilfe in der Mozartstraße investiert.

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