Fachhochschule begeht "UNO Weltwoche der interreligiösen Harmonie" mit Kunst und Gebet

Religion Von Extern | am Mi., 05.02.2020 - 14:58

HERMANNSBURG. Vom 3. bis 7. Februar 2020 feiert die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) die World Interfaith Harmony Week. Diese - auf einem Vorschlag der Vereinten Nationen beruhende - weltweite Initiative soll Gelegenheit geben, über die gemeinsamen Werte nachzudenken, die von den verschiedenen Religionen und allen Gläubigen geteilt werden. Die Religionsgemeinschaften sollen ihrer besonderen Verantwortung für die Förderung des gegenseitigen Verständnisses und eines nachhaltigen Friedens in der Gesellschaft gerecht werden.

Den Auftakt zur Weltwoche der interreligiösen Harmonie machte an der FIT am 03.02.2020 eine von Rektor Professor Wilhelm Richebächer geleitete christliche Andacht mit verschiedenen multireligiösen Elementen: Nach einer eindrucksvollen musikalischen Einstimmung von der koreanischen Studierenden Eri Yoon am Klavier (Chopin) begrüßten die BesucherInnen sich mit 'Namaskar', einem spirituellen Gruß aus dem Sanskrit, der die Achtung und Ehrung der Seele eines anderen Menschen zum Ausdruck bringt. Es folgten Lesungen heiliger Schriften durch eine Studierende aus dem Iran (Koran: Sure 2, 256 - Sure 4, 94 - Sure 23, 96- 97) und durch einen Studierenden aus Peru (Bibel: Römer 12, 9-21).

Rektor Richebächer stellte ins Zentrum seiner Ausführungen zu Römer 12, 11 ff., dass Harmonie zwischen verschiedenen Weltanschauungen und religiösen Überzeugungen nicht auf ein gemeinsames Glaubensbekenntnis oder die gleiche Lehre gestützt werden kann, sondern den Respekt gerade für den anderen Glauben erfordere. Der Respekt für Menschen mit anderem Glauben erwachse aus der Liebe zu Gott und aus dem Gebot der Nächstenliebe sowie im gemeinsamen Engagement für die Bewahrung der Schöpfung.

So eingestimmt folgten die BesucherInnen der Andacht gern auch der Einladung zur anschließenden Vernissage des Künstlers und FIT-Studierenden David Romero Mazzini aus Peru, der unter seinem Künstlernamen Anubis Khan im Rahmen der Weltwoche der interreligiösen Harmonie einige seiner Werke mit interreligiösen Bezügen in der Mensa der FIT ausstellt. Seine Motivation zu der Ausstellung fasst der Künstler wie folgt zusammen: 

 „Wir alle predigen mit unserem Leben, ich predige nach Skizzen. Der Zweck dieser Ausstellung ist die Predigt über interkulturelle und interreligiöse Harmonie als ein Weg, Frieden in unserem globalen Dorf zu finden. Wie Hans Küng sagte: 'Kein Frieden zwischen den Nationen ohne Frieden zwischen den Religionen.' Der interreligiöse Dialog ist das Werkzeug, um einen nachhaltigen, grünen, planetarischen und verantwortlichen Frieden zu schaffen.“
Die Ausstellung kann noch bis zum 07.02.2020 jeweils von 09.00 – 17.00 Uhr in der Mensa der FIT, Missionsstraße 3 – 5, Hermannsburg besichtigt werden.
Termine weiterer themenbezogener Andachten und multi-religiöser Gebete unter www.fh-hermannsburg.de/aktuelles